Lauf, Forrest, lauf

My momma always said, "Life was like a box of chocolates. You never know what you’re gonna get." (Forrest)
 
Forrest Gump (USA, 1994)
Das Schicksal meint es zunächsst nicht gut mit Forrest Gump. Kurz vor seiner Einschulung stellen die Ärzte fest, dass sein IQ bei 75 liegt. Außerdem muss er wegen eines Wirbelsäulenleidens Beinschienen tragen. Somit ist er ein leichtes Opfer für seine Altersgenossen. Mut macht ihm nur seine Freundschaft mit der kleinen Jenny, die als Einzige zu ihm hält, sowie seine resolute, willensstarke Mutter, die fest entschlossen ist, ihrem Sohn alle Chancen im Leben zu eröffnen. 
Die beiden Hauptfiguren gehen verschiedene Lebenswege. So sieht Forrest die Welt in natürlicher Schönheit in Abstinenz und Jenny hat ein exzessives Leben gewählt. Forrests Weg stellt sich dabei als viel glücklicher heraus. Gumps Biografie besteht fast ausschließlich aus einer Abfolge von überraschenden Fügungen. So wird Forrest vom Dorftrottel zum Millionär und Helden der Nation.

"Stupid is as stupid does." (Mrs. Gump)

 

Forrest_Gump_001

 
Der Film bietet gute Unterhaltung, macht aber auch nachdenklich bzgl. weiterer Botschaften (ausser zum Beispiel jener, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will, und sich nicht von irgendwelchen Behinderungen oder Verhinderungen davon abhalten lassen soll). Dazu einige Bemerkungen von Siefgried König  (http://www.filmzentrale.com/rezis/forrestgumpsk.htm):

Der Film hat ein beachtliches satirisches Potential und zeigt in den Anfangsszenen aus der Kindheit Forrests auch, was man daraus hätte machen können. Doch leider hatte Zemeckis nicht die Absicht, eine Satire zu drehen. (…) Dieser Kontrast zieht sich durch den ganzen Film und Zemeckis diffamiert in undifferenzierter Schwarz-Weiß-Malerei das kritische Amerika. Forrest steht für das gute Amerika. Er vertraut auf Gott, gehorcht seinen Vorgesetzten, ist unkritisch und verliert nie seinen Glauben an das Gute. Durch märchenhafte Zufälle wird er steinreich und natürlich bleibt er bescheiden wie immer und spendet einen Großteil des Geldes. So ist das gute Amerika nun einmal, so ist der amerikanische Kapitalismus eben. Und wer immer gut ist, der wird auch reich. Während Forrest so beschaulich in seiner ländlichen Heimat Gutes tut, wird die undankbare Jenny drogensüchtig und verkommt zusehends und stirbt schlussendlich an AIDS. So geht es den bösen Mädchen nun mal.

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