Von Spinnen und Spinnern

"Clothes maketh the man; and the less there is of the man, the more the need of the clothes." (Terrence)
 
Spider (F/Canada/GB, 2002)
Dennis Cleg (Ralph Fiennes) stolpert zu Beginn des Films aus einem Zug heraus und kehrt zurück an den Ort seiner Kindheit im heruntergekommenen Londoner East End. Dass mit diesem Mann, der immer etwas ungelenk in der Gegend rumsteht, vier Hemden übereinander trägt und dabei unverständliche Satzfetzen von sich gibt, etwas nicht stimmt, ist offensichtlich. Es überrascht denn auch nicht zu erfahren, dass er soeben aus psychiatrischer Pflege entlassen wurde. Warum er dort war, bleibt vorläufig unklar. Sein Gedächtnis verliert sich in Rückblenden, in denen sich das Bild einer Familientragödie offenbart. 
 
Der kanadische Regisseur David Cronenberg kehrt mit "Spider" zu einem für ihn charakteristischen Thema zurück: der subjektiven Rekonstruktion der Realität eines psychotischen Menschen. "Spider" ist ein sehr langsam erzählter Film, der sich viel Zeit für seinen (von Fiennes hervorragend dargestellten) Hauptcharakter nimmt.
 
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