Ein Königreich für mehr Verstand

"The cork’s too tight in the bottle, that’s the trouble. He must be the first King of England not to have a mistress." (Thurlow) 
 
King George (UK, 1994)
England im Jahre 1788: König George III. (Nigel Hawthorne) regiert über Grossbritannien. Der arbeitswütige Herrscher genießt die Zuneigung des Volkes und wird wegen seiner Vorliebe fürs Landleben mit dem Beinamen "Bauer George" betitelt. Er führt eine glückliche Ehe mit Königin Charlotte (Helen Mirren), die ihm fünfzehn Kinder geboren hat. Eines Abends verspürt der König in seinem Schlafgemach starke Krampfanfälle in der Magengegend und bricht zusammen. Von seinem Leibarzt als Kolik diagnostiziert, bekommt George III. ein Abführmittel verschrieben und ist am nächsten Tag wieder amtsfähig. Doch der Herr seines Verstandes scheint der König bald nicht mehr zu sein. Er steht von nun an frühmorgens um vier Uhr auf und unternimmt im Nachthemd Spaziergänge in der Umgebung. Er ergeht sich in langen Gebeten, sein Urin weist eine bläuliche Färbung auf und er bespringt in sexueller Gier die Zofe seiner Königin und lobt ihre körperlichen Vorzüge. Während der Hof über das Verhalten des Königs rätselt, erreichen die Gerüchte über den Geisteszustand des Vaters auch den Prinzen von Wales (Rupert Everett). Nach all den Jahren des Nichtstuns sieht er seine Chance gekommen, den Thron zu besteigen und beginnt gegen seinen Vater zu intrigieren. Als George III. zu nächtlicher Stunde seine Kinder und Ehefrau wecken lässt und mit ihnen die Zinnen des Schlosses erklimmt, um sie vor einer angeblichen Überschwemmung zu schützen und immer wieder seinen im Alter von vier Jahren verstorbenen Sohn Oktavius erwähnt, sieht der Prinz von Wales seine Chance endlich gekommen, seinen Vater für handlungsunfähig erklären zu lassen. Er lässt ihn in eine Nervenheilanstalt einweisen…
 
"Six hours of sleep is enough for a man, seven for a woman, and eight for a fool." (George III.)
 
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Der Film basiert auf dem Bühnenstück The Madness of George III. von Alan Bennett. Laut heutigen Erkenntnissen ist es sicher, dass die Psychosen von König George III. durch eine Stoffwechselstörung (Porphyrie) verursacht wurden. King George – Ein Königreich für mehr Verstand wurde 1995 für vier Oscars nominiert.
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