Mein lieber Schwan: Black Swan (USA, 2010)

I just want to be perfect. (Nina)

Die Handlung des Films ist relativ einfach erzählt: Nina (Natalie Portman) ist eine ehrgeizige und leidenschaftliche Ballett–Tänzerin, die ihr Leben ausnahmslos ihrer Arbeit an der New Yorker Ballet Company widmet. Sie tanzt sprichwörtlich bis zum Umfallen. Dabei wird sie energisch von ihrer überbehütenden Mutter (Barbara Hershey) gefördert. Als die Rolle der Primaballerina für die Produktion des Klassikers Schwanensee neu besetzt werden soll, wird Nina von Regisseur Thomas Leroy (Vincent Cassel) für die Rolle des weissen Schwans favorisiert. Sie bekommt jedoch Konkurrenz durch Lily (Mila Kunis), die zwar technisch schwächer ist, aber eine Leichtigkeit besitzt, die sich nicht mit Übung und Perfektion erreichen lässt. Sie wäre die ideale Besetzung für den schwarzen Schwan. Immer intensiver lernt Nina  die düstere Seite ihres Selbst kennen…

Quelle: 20th Century Fox

Mehr kann man zur Handlung gar nicht sagen, ohne zuviel zu verraten. Der Film ist grossartig und verstörend schön, Natalie Portmans Darstellung, die den gesamten Film trägt, grandios. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie für ihre Leistung sowohl den BAFTA als auch den Oscar für die beste Hauptdarstellerin einheimsen wird. Den Golden Globe hat sie zumindest schon.

Quelle: 20th Century Fox

Der Film zeigt nicht nur die schöne, sondern auch die grausame und zerstörende Seite dieses Spitzensport. Knochen knacken, Fussnägel brechen, der Schmerz treibt einem die Tränen in die Augen – macht nichts. Auf die Zähne beissen, weitertanzen und immer schön lächeln. Und noch ein bisschen abnehmen. Nichts wird beschönigt. Es sind meist kalte und dunkle Räume, durch die sich die Darsteller bewegen – obwohl Ninas Zuhause pastellfarben und plüschig ist. Die filmischen Horrorelemente liessen auch mich zusammenzucken (was eher selten vorkommt). Die wackelige Kameraführung ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, und meiner Meinung nach hätte Regisseur Darren Aronofsky auch ruhig etwas subtiler die Verwischung der Grenzen zeigen können. Alles in allem ist der Film mehr als nur einmal sehenswert. Der DVD-Kauf ist für mich eigentlich schon eine beschlossene Sache.

I got a little homework assignment for you. Go home and touch yourself. Live a little. (Thomas)

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