12 Bücher in 12 Wochen (XI): Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

Hm… da ich Bücher meist unterwegs im Zug lese, erinnern sie mich eher an die Gefühle während des Lesens als an die Orte an sich. Denn mein Ort ist ja immer in Bewegung und wird nur aus meinen Augenwinkeln wahrgenommen… wenn, dann erinnere ich mich mit Glück vielleicht gerade noch an die Zugstrecke.

Die meisten Bücher sind irgendwo auf der Strecke zwischen Bern und St. Gallen zum Einsatz gekommen, aber es gibt auch ein paar Ausnahmen, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Im 2006 hab ich ein 3-monatiges Praktikum in Davos gemacht – und nach 4 Jahren Pendeln auf gleicher Strecke war es seltsam, plötzlich auf einer neuen Strecke unterwegs zu sein. Bücher, die ich unterwegs gelesen habe, sind zum Beispiel „The Smoke Jumper“ von Nicolas Evans (bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt) oder „Dark Paradise“ von Tami Hoag.

Im April und Mai 2009 bin ich während 6 Wochen durch Canada gereist. Im Gepäck hatte ich „New Moon“ von Stephenie Meyer (ich glaube, das Buch habe ich sogar zweimal nacheinander gelesen) und „Harry Potter and the Deathly Hallows“ von J. K. Rowling.

Ich erinnere mich, die meisten Seiten von NM in und um Vancouver und den grössten Teil von HP7 im „Beez Knees“-Backpacker-Hostel in Whitehorse gelesen zu haben – eingelullt in einem bequemen Sessel am Fenster. Wegen des späten Schnees waren einige Reisende am Yukon gestrandet und mussten Kajak und Fahrrad ruhen lassen.

Unterwegs zwischen Kelowna und Montreal hatte ich mir ein billiges Taschenbuch besorgt, weil ich bereits da schon befürchtete, mir würde der Lesestoff ausgehen – das Buch war aber so grottenschlecht, dass ich mich nicht mal mehr an Titel und Autor erinnern kann… nur daran, dass es sehr blutig war und die Autorin versucht hat, einen auf „Schweigen der Lämmer“ zu machen… in einem Hostel auf Vancouver Island hab ichs gegen „Bleedout“ von Joan Brady ausgetauscht, das ich aber erst  im Dezember in Budapest angefangen hab, zu lesen.

Im Mai 2010 reiste ich geschäftlich nach Norwegen und hatte „Chasing Harry Winston“ von Lauren Weisberger im Gepäck. Was hab ich mich scheckig gelacht. Ideal, um die Wartezeit auf den Anschlussflieger in Amsterdam abzukürzen.

Ein Jahr später reiste „Death du Jour“ von Kathy Reichs nach Berlin und London mit.

Wenn ich ins Regal mit den Kinderbüchern sehe mit Werken wie die Serie „Geheimnis um…“ von Enid Blyton oder die Bücher von Wolfgang Hohlbein, erinnere ich mich an mein bequemes Bett und meine frühere Tagesdecke. Da drauf hab ich immer gelesen… und jetzt hab ich direkt Lust, diese Bücher wieder hervorzukramen…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s