12 Filme in 12 Wochen (XI): Als du mit deiner Schulklasse im Kino warst…

Leider hatte ich nie das Vergnügen, bei Klassenlehrern zu landen, die ein ungeheures Verlangen nach Kinobesuchen hatten. Unser Englisch-Lehrer in der Kanti fand aber, wir sollten doch die Montags-Vorstellung im Dorfkino besuchen, denn die bringen einmal die Woche Filme im Originalton. Die Idee war gut, nur die Filmauswahl irgendwie falsch…

„I could help you, but I’d rather stand here and record.“ (Michael Williams)

Blair Witch Project (USA, 1999)

Der als Dokumentar-Film getarnte Horrorfilm beginnt mit folgender Text-Einblendung:

„Im Oktober 1994 verschwanden drei Studenten in den Wäldern von Burkittsville, Maryland, beim Dreh eines Dokumentarfilms.
Ein Jahr später wurden ihre Filmaufnahmen gefunden.“

Heather, Josh und Mike planen eine Reise nach Maryland, um dort eine Dokumentation über die so „Hexe von Blair“ zu drehen. Das gesamte Filmmaterial, das der Zuschauer zu sehen bekommt, stammt von den drei Studenten, die während der gesamten Zeit  Videokameras dabeihaben, um Einwohner zu interviewen und die Gegend um den Wald zu filmen, wo die Hexe gewohnt haben soll. Doch da geht plötzlich alles schief…

„Blair Witch Project“ war ein Projekt zweier Filmstudenten, das mit sehr wenig Geld (ca. 60’000 Dollar) gedreht wurde – und einschlug wie eine Bombe (weltweite Einnahmen: ca. 250 Mio Dollar). Unter anderem, weil das Filmstudio im Vorfeld absichtlich irreführende Informationen im Internet verbreitete. Selbst die Schauspieler – die fast den ganzen Film selber drehten – wussten bis zum Schluss nicht, dass die Legende der Hexe von Blair gar nicht existiert, sondern von den Produzenten nur erfunden war und die interviewenden „Einwohner“ bereits vor den Dreharbbeiten mit vermeintlichen Informationen versorgt wurden. Die Grenzen verwischten mehr und mehr und niemand schien mehr zu wissen, ob der Film nun ein Film war oder eine „richtige“ Dokumentation. Selbst heute glauben noch viele, dass das Filmmaterial echt ist. Cleveres Marketing.

Und wieso war die Filmwahl eher falsch? Wirklich Englisch haben wir nicht gelernt dabei. Es wird eigentlich vor allem geflucht und geschrieen… und noch mehr geflucht. (Hm. Das erklärt wohl einiges, wie mein englischer Sprachwortschatz zustande gekommen ist *lol*.)

„We have enough battery power to run a small third world country here.“ (Heather Donahue)

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