Andrea mistet aus (VII): Gläser für einen scharfen Blick

Wenn man selbst von der vordersten Schulbank aus nicht sieht, was an der Wandtafel geschrieben steht – ja, dann ist es wohl Zeit für eine Brille… ich bekam meine erste Brille in der 2. oder 3. Klasse, aber wahrscheinlich wäre sie schon viel früher nötig gewesen. Kein Wunder, habe ich es im Sportunterricht nie geschafft, einen Ball mit 2 Händen zu fangen – bisschen schwierig, wenn man ihn nicht kommen sieht und die Geschwindigkeit nicht einschätzen kann. Meine Koordination ist seither zwar besser geworden, aber nur bedingt. Also, wer weiss 😉

Eine neue Brille zu kaufen, finde ich etwas vom Schwierigsten (zusammen mit Schwimmutensilien stofflicher Art, Handtaschen und Schuhen). Da ich ohne Brille etwa so blind bin wie ein Maulwurf und kaum noch Kontaktlinsen trage, brauche ich sie täglich. Und obwohl ich den Kauf einer Brille so schwierig finde und ich ihn drum immer ewig lange hinauszögere, haben sich über die Jahre doch noch einige Brillen und Brillenetuis angesammelt:

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Bei der Auswahl meiner ersten Brille (links oben, ca. 1990) war ich ziemlich überfordert. Man siehts schon an der Farbe, denn ich hasse pink und schweinchenrosa heute noch und kann nicht verstehen, wie man mich zu dieser Monstrosität hatte überreden können.

Da meine Sehkraft sich derart schnell verschlechterte, brauchte ich jedoch sowieso alle 2 Jahre neue Gläser mit einer anderen Sehstärke. Drum gabs ziemlich bald auch ein neues Gestell dazu: Harry Potter lässt grüssen (rechts oben, ca. 1994). Wie alle Nachfolgemodelle bereits in schwarz, hier allerdings noch mit goldenen Farbtupfern.

Das nächste Gestell (links unten, ca. 1999) war dünner und leichter; aber ich brauchte wegen der kleineren Gläser einige Wochen, bis ich mich dran gewöhnte (ist alles so unscharf, wenn man an den Gläsern vorbeigucken kann. Ausserdem verbiegt sich das Gestell viel zu schnell).

Danach wollte ich es etwas auffälliger und markanter (rechts unten, 2004). Ich habe damals viele verschiedene Farben ausprobiert, konnte mich aber mit keiner anfreunden. Silber schien in meinem Gesicht zu verschwinden, und Farben wie rot oder blau liessen mich innerlich erschauern, wenn ich nur schon daran dachte, dass ich mit meinem Farben-müssen-unbedingt-und-immer-zusammenpassen-Tick dann keine Pullis mehr in grün oder orange anziehen würde können…

Von allen Brillengestellen ist dieses rückblickend eigentlich immer noch mein liebstes. Ich wechselte 2009 wieder zurück auf ein dünneres Gestell, diesmal in einer rechteckigen Form. Aber ich glaube, mein Gesicht kann sehr gut etwas auffälligeres vertragen. Ich hätte gerne zwei verschiedene Modelle gehabt um zwischendurch abzuwechseln, aber ich brauchte bei der Umstellung auf die neue Brille eine ganze Woche, bis ich mich nicht mehr fühlte als hätte ich einen halben Kater (alles so schön schummrig-trümmlig hier. Ich müsste zwei Brillen in der gleichen Form und Gläser-Krümmung haben um regelmässig abwechseln zu können; das wäre ja auch fad. Und bei so starken Gläsern leider auch nicht ganz billig…

Nach 5 Jahren ist nun bald wieder mal etwas Neues fällig (obwohl die Sehstärke zum Glück kaum nachgelassen hat). Ich bin schon mal gespannt, was es wird. Ich tippe mal auf schwarz, aber wer weiss ;-).

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