10 Computerspiele in 10 Wochen (I) – Sokoban (Japan, 1982)

Wir hatten relativ früh einen Computer zuhause stehen, den mein Vater zum Arbeiten brauchte. Meine Schwester und ich durften hin und wieder damit zeichnen (mit einem Programm namens „Paintbrush“) oder eben Spiele spielen.

Einige dieser Spiele waren schon auf dem Rechner installiert (z.B. „Tetris“). Viele davon mussten aus MS-DOS gestartet werden (z.B. „Lemmings“). Einige dieser Spiele verlangten, dass zuerst eine grosse schwarze Scheibe (nein, keine Schallplatte) eingeschoben wurde, bevors losgehen konnte. Dazu gehörte auch „Kisten schieben“.

Sokoban wurde laut Wikipedia 1982 in Japan zum ersten Mal der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Es gibt mehrere Varianten davon, aber das Ziel ist es immer, eine bestimmte Anzahl Kisten an die dafür vorgesehenen Plätze zu verschieben. Dafür stehen entweder nur eine bestimmte Anzahl Spielzüge zur Verfügung oder man muss es in möglichst wenig Spielzügen ins nächste Level schaffen.

Die Kisten können nur geschoben, nicht gezogen werden – und wenn man sie aus Versehen an eine Wand oder in eine Ecke schiebt, dann oha.

Beim Wechsel in ein neues Level bestieg man den Lift. Diese Farben! Diese Grafik! Definitiv ein Höhepunkt meiner Kindheit – vor allem, weil wir nicht so oft fernsehen oder am Computer spielen durften.

(Ich bin mir sicher, meine Neffen würden mich auslachen, wenn ich ihnen sowas zum Ausprobieren geben würde.)

Übrigens: Einige dieser grossen „Scheiben“ ganz links müsste mein Papa immer noch irgendwo zuhause in einer Kiste rumvegetieren haben…

 

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