Rückkehr des Serienhelden (XI): Waffen und Gewalt in Staffel 1 des MacGyver Reboots

Dieser Blogbeitrag erschien am 11.09.17 bereits mit dem Titel „Looking Back at Season 1 (XIII) – Guns and Violence“ auf meinem Englisch-sprachigen Blog. Ich habe ihn zurück ins Deutsche übersetzt und leicht angepasst.

 

MacGyver aus der Original-Serie von 1985 benutzt keine Waffen und greift nur wenn absolut nötig auf Gewalt zurück. Er benutzt hauptsächlich sein Gehirn bzw. sein wissenschaftliches Wissen um Probleme zu lösen und die Bösewichte ausser Gefecht zu setzen. Dies ist einer der Gründe, warum die Show so erfolgreich war, besonders ausserhalb der USA.

Original MacGyver Zeitschriften-Werbung (ABC / Paramount)

Ein Reboot ist knifflig umzusetzen. Es ist – im Gegensatz zu einem Remake – im Grunde eine neue TV-Serie, die das Original bis zu einem gewissen Grad würdigen soll, dabei aber trotzdem eigenständig zu sein hat. Es gibt einige Dinge, die nicht verändert werden sollten, während einige Dinge lediglich ein „nice to have“ sind. Was unantastbar oder ein „nice to have“ ist, darüber kann man natürlich streiten.

Ich habe mich beispielsweise sehr gefreut, dass sie den „neuen“ MacGyver (gespielt von Lucas Till) in Anspielung auf das Original in eine braune Lederjacke gesteckt haben. Aber wenn sie stattdessen entschieden hätten, dass es in Atlanta im Sommer schlichtweg zu heiss ist, um den Hauptdarsteller den ganzen Tag darin herumrennen zu lassen, wäre das für mich in Ordnung gewesen. Es ist nicht nötig, einen Schauspieler aufgrund eines Hitzschlags zusammenklappen zu lassen, nur um ein weiteres Easter Egg von einer Liste streichen zu können. (Übrigens haben sie später für die 2. und 3. Staffel tatsächlich beschlossen, die Lederjacke in den Dreharbeiten während der Sommermonate weg zu lassen.)

Offizielles Still von Episode 1×02 (via CBS)

Ich liebe die Voice-Overs des Originals, aber ich kann verstehen, warum sie auf Wunsch von Richard Dean Anderson bereits nach wenigen Folgen damit aufgehört haben. Ich weiss, dass andere sich ziemlich laut darüber beschwert haben, dass der neue MacGyver kein Hockey-Fan ist, aber das war ebenfalls kein ein Problem für mich.

Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Reboot (und insbesondere die Pilotfolge) mehr von den Feinheiten von Original-MacGyver’s Charakter umgesetzt hätte – zum Beispiel die Tatsache, dass er keinen Alkohol trinkt, sich Sorgen um die Umwelt macht oder dass er sich sehr um das Wohlergehen seiner Mitmenschen kümmert. Ausserdem war es mir sehr wichtig, dass sie MacGyver’s Abneigung gegen Waffen und Gewalt aufrechterhalten.

Waffen, Gewalt und nackte Tatsachen
Im Fernsehen gibt es Zeit und Ort für Waffen, Gewalt oder Nacktheit. Obwohl ich nicht glaube, dass diese „heilige Dreifaltigkeit“ in einem Film oder einer Fernsehsendung unbedingt nötig ist, macht sie mir nichts aus, wenn es im richtigen Kontext geschieht und einen Zweck erfüllt. Ich brauche sie allerdings nicht nur um der Unterhaltung willen – denn wenn es eine gute Story ist und grossartige Schauspieler hat, braucht man keine riesigen Explosionen, Massenschlägereien oder nackte Tatsachen.

Wie die meisten Fans der Original-Serie, glaube ich, dass es erst recht keine Notwendigkeit für Waffen, Gewalt und Nacktheit in einem MacGyver Reboot gibt.

„Der gewaltfreie Aspekt ist mehr als eine Subtilität, er war der Kern der Show.“

(Nicholas Swedo, Blog-Besitzer von The MacGyver Project)

Das Original von 1985 war bekannt dafür, eine familienfreundliche Fernsehserie zu sein. Sie war anders als viele Serien in dieser Zeit (z. B. das A-Team), die Probleme eher mit Waffengewalt lösten, auch wenn dabei kein sichtbares Blut floss. Serien-Inhaber Paramount nutzte dies auch für die Werbung, zum Beispiel mit Aussagen wie „Du brauchst keine Waffe, wenn du mit Fantasie bewaffnet bist“ oder für das DVD-Cover der 2. Staffel.

DVD-Cover der 2. Staffel (USA)

Natürlich wussten CBS und die Produzenten, dass ein MacGyver-Reboot sich nicht mit zuviel Waffengewalt hervorheben durfte. MacGyver ist eine sehr bekannte TV-Show und ein wertvolles Franchise; sie wollten Original-Fans nicht als potenzielles Publikum verlieren. Das Problem: Sie wollten MacGyver als Geheimagenten der ersten Staffel des Originals, nicht die „Gutmensch-Version“ der späteren Staffeln. Sie wollten die grossen Explosionen und Verfolgungsjagden und Bazookas. Sie wollten Action. Was haben sie also gemacht? Sie gaben dem neuen MacGyver Kampferfahrung und einen Pistolen-tragenden Beschützer namens Jack Dalton.

Ich kann das auch allein
Vom Standpunkt der Produktion aus gesehen, war die Einführung des „überholten“ Jack Dalton ziemlich brillant. George Eads ist schauspieltechnisch eine Augenweide und die Chemie zwischen den beiden Darstellern stimmt. (Ja, er ist überhaupt nicht wie der von Bruce McGill gespielte Original-Jack, aber das ist ein Thema für einen anderen Blogbeitrag.)

Mein Hauptproblem: Jack als exzentrischer Ex-CIA-Agent und Ex-Sniper macht MacGyver’s einzigartige Art der Problemlösung irgendwie überflüssig. Wenn Mac es nicht schafft, dann gibt es immer noch Jack, der auf die bösen Jungs schiesst. Am Ende schafft es Mac gar nicht, das Problem ohne Waffen (und unnötige Gewalt) zu lösen – er überlässt es einfach Jack oder jemand anderem aus dem Team.

Episode 1×01: The Rising (via SpoilerTV)

Es gibt eine bestimmte Szene in der Pilotfolge, die einer der Hauptgründe dafür war, dass die Fans der Original-Show dem Reboot rasch den Rücken zudrehten. Sie sorgte auch für einen ziemlichen Aufschrei in den sozialen Medien, während die Episode ausgestrahlt wurde (nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, Frankreich oder Italien): MacGyver versucht eine Bombe zu entschärfen (vermutlich in Afghanistan). Die Bösen nähern sich. Er bittet um Jacks Hilfe, der sie sofort erschiesst – als Sniper, mit einem „Who loves ya, baby?“ auf den Lippen.

Die Szene wurde als Easter Egg für Fans von Hawaii Five-0 geschrieben und um den Boden einer zukünftigen Crossover-Episode zu legen: In einer gelöschten Einstellung ist das Wort ALOHA auf Jacks Scharfschützengewehr zu sehen. Es ist eine Anspielung auf die gemeinsame Vergangenheit mit H50-Hauptdarsteller Steve McGarrett (gespielt von Alex O’Loughlin).

Gelöschte Szene aus Episode 1×01: The Rising. Photo by Guy D’Alema (via TVLine)

Wenn die Show kein Reboot von MacGyver wäre, wäre diese Szene kein grosses Problem. Das Problem ist, wie Kate Ritter in den RDA-Foren schrieb:

„[MacGyver] hatte kein Backup-Team – er WAR das Backup-Team.“

(Kate Ritter, Inhaberin der offiziellen Richard Dean Anderson Website)

Es ist eine Gratwanderung, den eher einsamen Wolf des Originals in ein Team-Mitglied zu verwandeln, ohne ihn manchmal hilflos erscheinen zu lassen. Bisher hat der Reboot es noch nicht ganz gemeistert; vor allem in den ersten Episoden der 1. Staffel. Da die Show nach einem Hauptcharakter benannt ist, sollte dieser Charakter doch eigentlich in der Lage sein, eine Mission zu erfüllen, ohne dass andere ihn ständig retten müssen – besonders mit Hilfe von moderner Technologie (Riley) oder Waffengewalt (Jack). MacGyver erscheint so oftmals als das am wenigsten effiziente Mitglied des Teams.

In der Pilotfolge verwendet Mac einen MacGyverismus, um Rauch zu erzeugen, der anschliessend den Feueralarm auslöst. Warum also nicht einfach den Feueralarm durch Drücken der Taste (bzw. Ziehen des Hebels) aktivieren? Warum nicht einfach ein Stück Papier in einem Gefäss verbrennen? Der MacGyverismus war nur zur Show und eigentlich hätte ja auch Jack oder Riley den Feueralarm auslösen können, ohne Chemikalien zu verschwenden. Wäre halt nicht ganz so spektakulär gewesen.

Episode 1×01: The Rising (via SpoilerTV)

Um fair zu sein, geschah dies manchmal auch in der Originalserie. Aber jetzt, wo MacGyver von einem Team umgeben ist, sind solche unnötigen MacGyverismen noch offensichtlicher.

Dass der neue MacGyver „nur“ noch Geheimagent ist, anstatt sich zufällig in Schwierigkeiten zu verstricken und anderen zu helfen, schafft ein weiteres Problem: Wenn sie auf Missionen geschickt werden, zu denen Riley ihr Laptop und Jack seine Waffe mitbringt, warum nehmen sie nicht auch ihre Spionage-Ausrüstung (mit Nachtsichtbrillen, Ferngläsern und anderen nützlichen Sachen) mit? Sie müssten immer noch fleissig improvisieren, aber sie müssten nicht jedes Mal von vorne anfangen.

Ich brauche keine Waffen
Ihr erinnert euch vielleicht an Original-Episode 5×06: Halloween Knights, wo Murdoc um MacGyvers Hilfe bei der Rettung seiner Schwester vor seinem ehemaligen Arbeitgeber HIT (Homicide International Trust) bittet.

Es wäre viel einfacher für die Autoren gewesen, Murdoc seine tödlichen Werkzeuge mitbringen zu lassen. Aber MacGyver machte folgenden Deal mit Murdoc: Keine Waffen oder ich helfe dir nicht . Natürlich fand Murdoc einen Weg, den Deal zu umgehen; trotzdem benutzte MacGyver die tödlichen Werkzeuge schlussendlich doch nicht in der Art, wie Murdoc es beabsichtigt hatte. Es war der Kern der Episode (und der ursprünglichen Serie), die bösen Jungs ohne die Hilfe von Waffen und Bomben zu überführen (oder diese nur als Ablenkungsmanöver zu benutzen).

Episode 1×01: The Rising (via SpoilerTV)

In einem Video-Interview mit ET Online (29. September 2016) sagte Lucas Till über die Rolle von Jack Dalton: „Er benutzt Waffen, weil MacGyver keine Waffen benutzt.“ Ja, das stimmt theoretisch. Aber die Autoren haben den Sinn der Sache anscheinend nicht wirklich kapiert.

Beispiel Episode 1×02 (Metal Saw): Warum ein MacGyverismus wie im Original, wenn im Reboot gleich mehrere Waffen zur Verfügung stehen? Einer des Teams hätte doch einfach auf die Reifen schiessen und so den Bösewicht auf dem Motorrad zu Fall bringen können, ohne wertvolle Zeit mit Basteln verstreichen zu lassen. (Der Vorwurf, dabei hätte der Fahrer getroffen werden können, zählt nun wirklich nicht, so wie es ihn wegen der Reifenblockade auf der Strasse hinlegt.)

Als die Executive Producers Peter Lenkov und James Wan im Juli 2016 an der ComicCon in San Diego Rede und Antwort standen, war ich eigentlich angenehm überrascht, dass sie wirklich beabsichtigten, Mac keine Waffen benutzen zu lassen. Ich hätte nie erwartet, dass der Reboot so streng wie das Original ist; und ich war mir ziemlich sicher, dass wir niemals Episoden wie „Blood Brothers“ oder „The Gun“ aus dem Original sehen werden – aber diese Interviews gaben mir damals Hoffnung.

Natürlich war ich nach den ersten Folgen sehr enttäuscht, wie dieses Thema gehandhabt wurde. Fakt ist: Original-MacGyver verwendet nicht nur keine Waffen (ausser sie dienen als Schraubenschlüssel oder so) – er verurteilt ihren Gebrauch. Er hasst sie mit Leidenschaft. Und er besteht darauf, dass Menschen ihre Waffe zurücklassen, wenn sie wollen, dass er ihnen hilft. Als sie Jack zu einem gewalttätigen Ex-CIA-Agenten machten, eliminierten sie einen der Kernpunkte (oder vielleicht sogar DEN Kernpunkt) des Originals.

Ich brauche die Bösewichte nicht zu töten
Das andere Problem, das ich mit der erwähnten ALOHA-Szene habe: Original-MacGyver würde nie mit jemandem zusammenarbeiten, der regelmässig Leute umbringt. Sie bewusstlos zu schlagen oder auf eine andere Weise ausser Gefecht zu setzen ja, aber nicht töten. Er duldete auch nicht, dass jemand so unbekümmert damit umgeht.

Seien wir ehrlich: Das Original war manchmal kitschig und skurril und nicht sehr realistisch, wenn es darum ging, dass bösen Jungs auf den Kopf geschlagen wurde. John Kendrick (gespielt von Vinnie Jones) in der Pilotfolge des Reboots ist ein Typ, der sich im Original gut eingefügt hätte – besonders in der Art, wie er gefangen genommen wird: MacGyver lässt eine Nottreppe auf ihn fallen. Realistischerweise sollte Kendrick tot sein. Aber er scheint noch nicht mal eine Hirnerschütterung zu haben, und ich finds okay.

Episode 1×01: The Rising (via SpoilerTV)

Also, warum haben sie das nicht auch für andere Bösewicht-Szenen getan, zum Beispiel bei der Bootsjagd: Die Gauner sehen das leere Boot, das auf sie zukommt. Warum lassen sie die Jungs nicht vom Boot springen, bevor es in sie reinfährt und explodiert? Genau das wäre in einer Original-Episode passiert.

Die Anti-Waffen-Haltung der Original-Show
Die Original-Show war deutlich gegen den Besitz von Schusswaffen ausgerichtet, speziell gegen Handfeuerwaffen – was ihr noch heute von Waffen-Befürwortern angekreidet wird. Mir war als Kind nicht bewusst, dass dies für eine US-TV-Show eher unüblich war. Meiner Meinung nach trugen eh nur die bösen Jungs Waffen – es sei denn, sie waren Polizisten oder Soldaten.

In der Schweiz aufgewachsen, kam ich nie mit Waffen in Berührung, bis mein erster Freund im Alter von 18 Jahren in den Militärdienst eintreten musste. Erst als ich anfing, Fernsehsendungen in ihrer Originalsprache zu sehen, wurde mir klar, wie der Gebrauch von Waffen, Gewalt und Sexualität sich in den USA im Vergleich zu Europa unterscheidet.

Sean Wohland und Richard Dean Anderson in einem Promo-Foto für Episode 4×02 (Blood Brothers)

Folge 4×02 des Originals (Blood Brothers, 1988) hatte mich damals ziemlich beeindruckt – und sie ist immer noch eine meiner Lieblingsfolgen. In Blood Brothers kehrt MacGyver in seine Heimatstadt zurück, wo er sich an einen tödlichen Schussunfall in seinem Freundeskreis erinnert. (Mac hatte eine Waffe mitgebracht, um mit seinen Kumpels Schiessübungen mit Bierdosen zu machen. Als einer der Jungs auf einen Vogel zielte, hinderte MacGyver ihn daran abzudrücken, was damit endete, dass Jesse versehentlich in die Brust geschossen wurde und starb.)

Am 18. November 1988 sprach Richard Dean Anderson über den Hintergrund dieser Folge in der Sendung Good Morning America und darüber, wie die NRA (National Rifle Association, die amerikanische Waffenlobby) die Produzenten dazu gebracht hatte, die geplante Warnbotschaft am Ende der Folge fallen zu lassen.

In Episode 6×03 (The Gun, 1990) wird eine Waffe gefunden, die vor Jahren benutzt wurde, um einen Präsidentschaftskandidaten zu ermorden. Ermittler beschuldigen MacGyver’s Freund aus dem Jugendzentrum, damit einen Polizisten erschossen zu haben.

Episode 1×20: Hole Puncher (via SpoilerTV)

Bevor die Episode ausgestrahlt wurde, sprach Co-Executive Producer Stephen Downing (ein ehemaliger Beamter des LA Police Departements) mit der Los Angeles Times nochmals über die Probleme, mit denen sie damals vor zwei Jahren zu kämpfen hatten:

„Das Ergebnis dieser Geschichte war, dass die NRA uns auf ihre Abschussliste setzte. Sie ermutigen Leute, unsere Serie nicht zu schauen und unsere Sponsoren zu boykottieren. Wir versuchen, einen anständigen Job zu machen, um wirklich zu sagen, warum eine Waffe gefährlich ist, und sie beschliessen, uns zu boykottieren und uns auf ihre Abschussliste zu setzen. “

(Co-Executive Producer Stephen Downing für die LA Times, Oktober 1990)

Mir ist bewusst, dass die Meinungen bezüglich Waffengebrauch im Fernsehen und im realen Leben nicht immer übereinstimmen. Original-MacGyver Richard Dean Anderson und viele, die an der Serie mitgearbeitet haben, waren  gegen den Privatbesitz von Schusswaffen. Dies ist einer der Gründe, warum es Episoden wie „Blood Brothers“ oder „The Gun“ überhaupt gibt: Das Thema lag vielen am Herzen und die Waffengewalt in den Strassen von LA war auf einem Höhepunkt.

Das bedeutet aber nicht, dass alle Leute, die für eine Serie arbeiteten, zu diesem Thema die gleiche Meinung haben müssen. Ich weiss auch, dass dies nicht die Meinung aller am Reboot Beteiligten widerspiegelt; zumal viele aus Cast und Crew in ihrer Freizeit jagen gehen und dies in Georgia anscheinend nicht mal so unüblich ist.

Episode 1×10: Pliers (via SpoilerTV)

Aber das bedeutet nicht, dass sie das Thema im Reboot nicht gleichermassen ansprechen und es auf eine ähnliche Weise wie im Original behandeln könnten. Immerhin wussten die Verantwortlichen, dass ein gewisses Mass an Anti-Waffen- und Anti-Gewalt-Haltung mit dem Paket einhergehen würde; selbst wenn sie einen Reboot machen (statt einer Fortsetzung, eines Prequels oder eines Remakes).

Es wird besser…
Ich habe mich jetzt zeilenweise nur beschwert. Ich habe kein Problem zuzugeben, dass der Reboot mit der Zeit besser geworden ist; zumindest in Bezug auf den Gebrauch von Schusswaffen.

Es ist nur schade, dass sie bereits in der Pilotfolge viele potenzielle Zuschauer in den Fans des Originals verloren haben – hauptsächlich aufgrund der Tatsache, wie sie mit Gewehren und Gewalt umgegangen sind.

Insgesamt fühlte sich die Show für mich wie ein Kompromiss an: Sie hatten den Auftrag von CBS, die bereits abgedrehte Pilotfolge nochmals zu filmen und den Ex-CIA-Agenten als besten Kumpel zu behalten. Es blieb nicht viel Zeit, da das Premierendatum von September 2016 nicht geändert werden sollte. Peter Lenkov verwandelte Lincoln in Jack Dalton; damit behielt er den Action-Kumpel UND gleichzeitig ein Easter Egg für Original-Fans. Aber das bedeutete auch, dass es in MacGyver’s Nähe immer eine Schusswaffe geben würde.

Nachdem ich die ersten paar Episoden gesehen hatte, hatte ich folgende Sätze im Forum von MacGyver Online geschrieben:

Die Geschichte muss noch funktionieren, auch wenn keine Waffe dabei ist. Lass Jacks Waffe verschwinden (verloren, von den bösen Jungs mitgenommen, die Munition ausgegangen) und schau, was passiert. Passt die Geschichte? Funktionieren die MacGyverismen noch? Wenn nicht, dann ist das keine passende Storyline für MacGyver.

Interessanterweise sind zwei meiner Lieblingsfolgen in der ersten Staffel solche, in denen Jack nicht sofort Zugang zu seiner Waffe hat. In Episode 1×10 (Pliers) reisen Mac und Team Phoenix in ihrer Freizeit nach Mission City, da Mac an seiner alten Highschool einmalig Chemieunterricht in der Klasse seines ehemaligen Lehrers geben möchte. Soweit ich weiss, hatte Jack seine Waffe gar nicht mitgenommen, da dies keine offizielle Mission war.

Episode 1×13: Large Blade (via SpoilerTV)

In Episode 1×13 (Large Blade) verliert Jack gleich zu Beginn seine Waffe an den Bösewicht. Er bekommt sie später zurück, kann sie aber nie wirklich abfeuern.

… aber es gibt noch einiges zu tun.
Während die Autoren sicher sind, dass MacGyver auch in der kommenden zweiten Staffel keine Waffen verwenden wird, denke ich, dass sie die Gründe dafür bald genauer ansprechen müssen.

Es hätte eine einfache Möglichkeit gegeben, seine Abneigung gegen Waffen zu erklären: Als in Episode 1×02 aufgedeckt wird, dass MacGyver’s Mutter starb, als er 5 war, dachte ich sofort, dass sie erschossen wurde und dass dies die Hintergrundgeschichte für eine Rückblende-Episode sein würde.

Das Problem: In Folge 1×08 (Corkscrew) fragt Mitbewohner und bester Freund Bozer, warum MacGyver im Gegensatz zu Jack keine Waffe trägt. Wenn Mama MacGyver an einer Schussverletzung gestorben wäre, würde Bozer als Mac’s bester Freund das nicht wissen? Und sollte er nicht schon wissen, dass MacGyver niemals eine Waffe tragen würde, obwohl er mehrere Jahre im Militär war?

BtS-Foto mit der Attrappe für Episode 1×08: Corkscrew (via Lucas Till)

Persönlich würde ich diese Hintergrundgeschichte hassen. Weil es MacGyver zum Opfer machen würde. In der Originalversion wurde enthüllt, dass es ein junger MacGyver war, der die Waffe mitgebracht hatte, die einen seiner Freunde tötete. Er war zum Teil ein Komplize für Jesse’s verfrühten Tod und ist nie über die Schuldgefühle hinweggekommen. Das hat ihn vielleicht darin bestärkt, anderen zu helfen und das Leben anderer Menschen zu retten.

Waffen sollten auch ein kontroverses Thema zwischen Mac und Jack sein – zumindest sollten sie es gewesen sein, als sie anfingen, zusammen zu arbeiten. Es gibt keine Möglichkeit, dass MacGyver dem Militär und einer geheimen Regierungsbehörde beitreten konnte, ohne um sein Recht zu kämpfen, keine Waffe tragen zu müssen.

Übrigens: In Staffel 2 wird das Thema Schusswaffen tatsächlich angesprochen. Leider nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte… aber das ist ein Thema für einen anderen Beitrag.

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10 Computerspiele in 10 Wochen (IX) – Birds on a Wire

Mini-Spiele machen Spass. Umso mehr, wenn sie ähnlich wie Tetris aufgebaut sind. (Ihr wisst ja spätestens seit diesem Blogbeitrag, dass ich tetris-artige Spiele mag.)

Woher das Mini-Spielchen kommt und wie alt es ist, keine Ahnung. Auch nicht, wie viele Levels es hat (über 8 oder 9 bin ich bestimmt nie hinausgekommen).

Im Grunde genommen geht es auch lediglich darum, die Vögel aus ihrem Nest zu ihren Artgenossen zu schiessen und damit zum Verschwinden zu bringen – und zwar, bevor sie am untersten Zaundraht brutzeln und quasi zum gebratenen Poulet werden.

Die Levels tragen so lustige Namen wie „Eggcellent“, „Fried Wings“ oder „Electricute“. Bisschen makaber? Vielleicht. Aber netter Spass für Zwischendurch.

10 Computerspiele in 10 Wochen (VIII) – Final Fantasy X (2001)

Zu „Final Fantasy X“ kam ich über meinen damaligen Freund, der eine Playstation besass. Tatsächlich hatten wir beide noch nie ein Spiel der Final-Fantasy-Reihe gespielt, und obwohl ich die Tastenbelegung teilweise als schwierig empfand, war dies eines meiner liebsten Abenteuerspiele.

Angesiedelt in der Fantasiewelt Spira folgt das Spiel einer Gruppe Abenteurer auf ihrer Reise, um eine Kreatur namens Sin zu besiegen. Der Spieler steuert hauptsächlich den Charakter Tidus, Star des Blitzball-Teams „Zanarkand Abes“. (Obwohl Tidus der Hauptcharakter ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass mein Freund eher an den weiblichen Figuren interessiert war – beziehungsweise an den nicht-vorhandenen Klamotten, die in der Fortsetzung immer weniger wurden *ahem*.)

Das Spiel beginnt mittendrin, und man erfährt die Geschichte von Tidus in Rückblenden. Zu Tidus gesellen sich Yuna (ein Medium), Wakka (Kapitän eines anderen Blitzball-Teams), Schwarzmagierin Lulu, Krieger Kimahri, Rikku (eine von Yuna’s Cousinen), Leibgardist Auron und andere Gesellen, um gegen böse Bestien zu kämpfen. Die Charaktere können im Laufe des Spiels lernen und ihre Fähigkeiten verbessern – je nachdem, welche Gegner man bekämpft und welche Gegenstände man auf der Reise einsammelt.

Von „Blitzball“ weiss ich nur noch, dass ich nicht besonders gut darin war. An die genaue Handlung kann ich mich nicht mehr besonders gut erinnern, und für die Fortsetzung „Final Fantasy X-2“ hatte ich wegen der Uni nicht besonders viel Zeit.

Die vielen Filmsequenzen fand ich ungewohnt und teilweise sogar irritierend, aber für viele Spieler machten gerade diese „Mini-Filme“ den Reiz aus. Action und Romantik halten sich die Waage, was das Spiel wohl auch sowohl für Männlein als auch für Weiblein gleichermassen interessant machte.

Fans und Kritiker loben FFX und FFX-2 als die besten Teile der Fantasy-Reihe. Beurteilen kann ich das nicht, aber beliebt müssen die Spiele schon sein – vor einigen Jahren veröffentlichte Square Enix noch ein HD-Remake der beiden Teile.

 

 

Rückkehr des Serienhelden (X): Neues zum MacGyver Reboot 2016

Von Juli 2016 bis Mai 2017 bloggte ich als Gast regelmässig über den MacGyver Reboot. Nicholas Sweedo liess mich freundlicherweise regelmässig auf seinem Blog „The MacGyver Project“ schalten und walten (oder besser gesagt tippen, Links setzen und Fotos hochladen), wie ich wollte.

Seit Mai 2017 bin ich „selbstständig“ und blogge auf einem eigens dafür eingerichteten Blog.

Weil nicht alle meine englischsprachigen Beiträge lesen und auch verstehen können, bekommt ihr hier einen kurzen Überblick mit den neusten Infos und was es in den bisherigen Beiträgen zu lesen und zu sehen gab.

Falls ihr die bisherigen deutschen Zusammenfassungen nachlesen wollt:
Überblick zu den Gastbeiträgen 1-5
Überblick zu den Gastbeiträgen 6-12
Überblick zu den Gastbeiträgen 13-19
Überblick zu den Gastbeiträgen 20-26
Überblick zu den Gastbeiträgen 27-30 und zum Beitrag 31
Überblick zu den Beiträgen 32-36
Überblick zu den Beiträgen 37-41
Überblick zu den Beiträgen 42-46

Übrigens: Wenn ihr mehr zu meinen englischsprachigen Beiträgen wissen wollt, dürft ihr natürlich jederzeit Fragen stellen. Es soll sich schliesslich niemand ausgeschlossen fühlen, nur weil ich nebenbei auf Englisch blogge.

Offizielles Still für Folge 2×16 (via SpoilerTV)

Was zuletzt geschah

Ende März wurden die Dreharbeiten zur zweiten Staffel abgeschlossen und eine Wrap Party in Atlanta gefeiert. Vereinzelt werden gerade einzelne Szenen zum Staffelfinale nachgedreht und die Post-Produktion der restlichen Episoden vorgenommen. Die letzte Folge von Staffel 2 wird in den USA am 4. Mai ausgestrahlt. Bis jetzt gibt es noch keine Infos, ob die Serie eine 3. Staffel erhalten wird.

In Deutschland wurden bisher 18 Folgen der ersten Staffel in Doppelfolgen auf Sat.1 (jeweils Montag Abend, 20.15 Uhr) gezeigt. Dabei wurden die Folgen 11, 16 und 19 ausgelassen, die jetzt aber im Rahmen der Wiederholung (jeweils Sonntag Nachmittag) doch noch im deutschen FreeTV gezeigt werden.

In Österreich begann ORF1 ab dem 2. September (jeweils Samstags, 19.10 Uhr) mit der Ausstrahlung aller Folgen. Kaum war das Staffelfinale ausgestrahlt, begannen sie gleich die Woche darauf wieder von vorn. Teilweise sind die Zuschauerzahlen bei den Wiederholungen besser als damals bei der österreichischen Premiere.

In der Schweiz hat sich 3+ damit begnügt, die Pilotfolge und die drei von Sat.1 ausgelassenen Folgen zu senden.

Helman und Murdoc am Set (via David Dastmalchian)

Einen Starttermin für die 2. Staffel im deutschsprachigen Fernsehen gibt es noch nicht, obwohl die Synchronisation bereits gestartet ist. Die Premiere von Staffel 2 wird aber wohl wieder auf Sat.1 stattfinden; sehrwahrscheinlich im Juni wie letztes Jahr für Staffel 1.

Kurzinfo Update Nr. 47

  • BtS-Bilder während der Weihnachtsferien
  • Zurück an die Arbeit
  • Das erste Aufeinandertreffen von Mac und Jack
  • Stills, Previews, Sneak Peeks und/oder Storylines für Episoden 2×12 (Mac + Jack), 2×13 (CO2 Sensor + Tree Branch) und 2×14 (Mardi Gras Beads + Chair)
  • Zuschauerzahlen zu Folge 2×12 (Mac + Jack)
  • Die Rückkehr der Coltons
  • MacGyver in Österreich: Zuschauerzahlen für Folge 1×15
BtS-Bild von Tristin Mays und Justin Hires am Set von Folge 2×12 (via Emerson Brooks)

Kurzinfo Update Nr. 48

  • Russland, Motorräder und Hochzeitskleider
  • Ein Truck voller Plutonium
  • Gefälschte Hochzeitsfotos
  • Stills, Previews, Sneak Peeks und/oder Storylines für die Episoden 2×13 (CO2 Sensor + Tree Branch),  2×14 (Mardi Gras Beads + Chair) und 2×15 (Murdoc + Handcuffs)
  • Michael Des Barres ist offiziell „zurück“
  • Die Zuschauerzahlen für Folge 2×13 (CO2 Sensor + Tree Branch) als neuer Rekord
  • Hinweise auf eine Extra-Folge
  • Eine neue Liebe für Riley
  • Casting Calls
  • MacGyver in Frankreich: Zuschauerzahlen und neue Promo
  • MacGyver in Österreich: Die Zuschauerzahlen für Folge 1×16 und ein neuer Rekord
Die Coltons für Folge 2×18 (via Jermaine Rivers)

Kurzinfo Update Nr. 49

  • Cowboys, Mexiko und noch mehr Hochzeitskleider
  • BtS-Bilder mit Michael Des Barres als Helman
  • 99 Luftballons und Geld in Zwischenwänden
  • Stills, Previews, Sneak Peeks und/oder Storylines für die Episoden 2×15 (Murdoc + Handcuffs) und 2×21 (Wind + Water)
  • Zwangspause wegen Olympia
  • Zuschauerzahlen für die Folge 2×14 (Mardi Gras Beads + Chair)
  • Leanna undercover
  • Casting Calls
  • MacGyver in Österreich: Zuschauerzahlen für Folge 1×17
BtS-Bild von Folge 2×19 (via Steven Serna)

Kurzinfo Update Nr. 50

  • Sendepause wegen Olympia
  • Flugzeuge, Hotels und Robocop
  • Dreharbeiten in der Flugschneise
  • Stills, Previews, Sneak Peeks und/oder Storylines für die Episoden 2×16 (Hammock + Balcony) und 2×17 (Bear Trap + Mob Boss)
  • Live-Twittern mit 2 Murdocs
  • Zuschauerzahlen für Folge 2×15 (Murdoc + Handcuffs)
  • Casting Calls
  • MacGyver in Österreich: Zuschauerzahlen für die Folgen 1×18 und 1×19
MacGyver und 2 Murdocs (via Michael Des Barres)

Kurzinfo Update Nr. 51

  • Sendepause wegen Basketball
  • Dreharbeiten des Staffelfinales
  • Hoch zu Ross
  • Fehlende Extras auf der US-DVD
  • BtS-Interviews kurz vor der Premiere von Folge 2×16 (Hammock + Balcony)
  • Stills, Previews, Sneak Peeks und/oder Storylines für die Episoden 2×17 (Bear Trap + Mob Boss), 2×18 (Riley + Airplane), 2×19 (Benjamin Franklin + Grey Duffle), 2×20 (Skyscraper – Power) und 2×22 (UFO + Area 51)
  • Casting Calls
  • Zuschauerzahlen für die Premiere der Folgen 2×16 (Hammock + Balcony) und 2×17 (Bear Trap + Mob Boss)
  • MacGyver in Österreich: Zuschauerzahlen für die Folgen 1×20 und die Wiederholung der ersten drei Folgen
Dreharbeiten des Staffelfinales (via Justin Hires)

10 Computerspiele in 10 Wochen (VII) – Tetris (1984)

Viele meiner Lieblingsspiele für Zwischendurch ähneln dem Konzept von  „Tetris“. Dabei gilt es, ähnliche Formen oder Farben puzzleartig zusammen- und damit zum Verschwinden zu bringen, bevor sich die Spielsteine zu hoch aufstapeln.

Tetris für den Game Boy (Nintendo, 1989)

Das Konzept funktioniert mit Spielsteinen als Klötzchen, als Kugeln oder Bälle, mit Katzen, Meeresgetier, Vögeln auf Drahtseilen oder in Form von Pillen (siehe dazu den Blogbeitrag zu „Dr. Mario“).

Das Original soll dabei aber nicht vergessen gehen – oder die Version, die man für das Original hält. Tatsächlich ist die Entwicklungsgeschichte ziemlich abenteuerlich und war nicht für alle Erfinder und Mit-Entwickler von finanziellem Erfolg; geschweige denn Anerkennung gekrönt.

Bei uns wurde Tetris vor allem deshalb bekannt, weil es im Lieferumfang einiger berühmter Nintendo- und Windows-Produkte inbegriffen war. Ich kam mit „Tetris“ in erster Linie durch den ausgeliehenen Game-Boy (ab 1989) in Kontakt. Wer könnte diese Musik vergessen?

Ich spielte „Tetris“ aber auch auf Papa’s Rechner mit Windows 3.1 (ab 1990). Hat aber irgendwie nicht ganz soviel Spass gemacht. Die Hintergründe waren schreiend bunt; ja fast schon störend. Und die Musik hat mir ebenfalls gefehlt.

Zwischendurch darfs aber auch mal einer der vielen Klone sein, um Abwechslung ins Gehirn zu bringen – zum Beispiel die 3-D-Version.

Übrigens: „Tetris“ spielen kann auch heilsam sein. In 2012 berichtete ein wissenschaftlicher Artikel über eine Studie, bei der Tetris-spielende Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung nach einem Autounfall die Anzahl von störenden Flashbacks verringern konnten. Eine englische Zusammenfassung des Artikels, der immer wieder mal zitiert wird und auf Twitter als „FunFact“ auftaucht, gibts hier.

Tetris für Windows 3.1 (Microsoft, 1990)

10 Computerspiele in 10 Wochen (VI) – Tomb Raider II (USA, 1997)

Die Tomb-Raider-Reihe um die Protagonistin Lara Croft gibt es seit 1996. Laut Wikipedia gehört die Reihe zu den meistverkauften Spieleserien der Welt.

Ich mich nicht erinnern, ob ich den ersten Teil je gespielt habe. Gestartet bin ich mit Teil 2, der nicht nur auf Spielekonsolen, sondern für Windows auf PC veröffentlicht wurde. Es war das Spiel meines damaligen Freundes, und ob des Covers habe ich tatsächlich die Augen gerollt – ja, die Oberweite ist absolut bescheuert.

Das Spiel hatte mich aber trotzdem gepackt – weil es genau die Art von Games ist, die ich auch heute noch am liebsten spiele. Lara Croft ist so in etwa ein weiblicher Indiana Jones – ebenfalls Archäologin ohne Sinn für Regeln, allerdings ohne Lasso oder Cowboy-Hut. Möglicherweise war dies sogar das erste dreidimensionale Spiel mit Rundumsicht, das ich je auf dem PC gespielt habe. Dementsprechend schwierig empfand ich auch die ersten Levels.

 

In Teil 2 sucht die Archäologin Lara Croft den Dolch von Xian. Allerdings hat Marco Bartoli, Kopf einer Mafiaorganisation, dasselbe Ziel. Im Spielverlauf müssen Rätsel gelöst, Gegenstände wie Jadedrachen gesucht und gefunden werden – und manchmal auch auf Gegner (oder Tiger) geschossen werden. Es gab viele unterschiedliche Schauplätze, aber am meisten erinnere ich mich an Venedig und den Trainings-Parcours vor Lara’s Haus – wahrscheinlich, weil ich damit so viel Zeit verschwendet hab und nie weiterkam *schäm*.

Auch eines dieser Games, die ich glaubs nie fertiggespielt habe… da ich damals keinen eigenen Computer hatte, sondern den von Papa besetzen musste, konnte ich nicht stundenlang dran sitzen, um auch ordentlich vorwärts zu kommen.

Originale Bilder zu finden ist aktuell nicht ganz einfach, weil demnächst eine weitere Realverfilmung ins Kino kommt – diesmal nicht mit Angelina Jolie, sondern mit Alicia Vikander. Angeblich basiert die Handlung auf der Spielversion von 2013, damals eine Art Reboot der Reihe.

10 Computerspiele in 10 Wochen (V) – SimCity 3000 (USA, 1999)

Die SimCity-Reihe gibt es seit 1989. Wie in einem früheren Blog-Beitrag erwähnt, fand ich SimCity bereits als Kind superspannend.

Ich konnte mich stundenlang dran verweilen, auch wenn mich meine fehlenden Englisch-Kenntnisse und die bösen Katastrophen hin und wieder zur Verzweiflung brachten. Mit der Fortsetzung „SimCity 2000“ hatte ich nicht viel Kontakt. Auch die Version für den SNES konnte mich nicht wirklich fesseln.

 

Richtig gepackt hat es mich später mit „SimCity 3000“. Da war ich schon etwa 20, als PC-Games-spielende Frau in meinem Umfeld anscheinend immer noch so etwas wie eine Exotin und eigentlich mit Studium und Nebenjob beschäftigt. Die Zeit, die ich aufs Gamen verwenden konnte, wurde zunehmend knapper. Als ich schliesslich irgendwann ein neues Laptop benötigte, das ich mit Windows XP bestücken musste, wars sowieso fertig: auf XP wollte das Spiel partout nicht gespielt werden.

SimCity-3000

 

Viele Jahre später mit Windows 7 schaffte ich es dann tatsächlich, das Spiel wieder zum Laufen zu bringen. Dafür brauchte ich lediglich ein paar Stunden googlen, diverse Installationen und De-Installationen, den Download (falscher) Patches und zig Fehlermeldungen beim Start. Ausserdem musste die CD konsequent im Laufwerk bleiben.  Computerexperten dürfen jetzt gerne schmunzeln, aber für mich zählte nur: Es läuft! Freude herrscht!

Ich glaube, ich muss mal wieder nach der CD suchen… oder nach „Industriegigant“. Und „Tomb Raider“…