14 Songs in 14 Wochen (XIV) – Die Werbung alleine ist ja schon toll, aber dieser Song macht sie noch besser

Nur noch 95 Tage bis Weihnachten. In den Kleiderläden stapeln sich kuschelige Winterpullis, im Supermarkt türmen sich Lebkuchenherzen, und Coop hat seine Regale mit Guetzli-Ausstechförmchen bestückt.

Nicht mehr lange und in den Werbeblöcken häufen sich wieder die Parfüm-Spots. Weihnachten ist die Zeitspanne, in der am häufigsten Parfüm gekauft und verschenkt wird. Generell gefallen mir Werbungen für Männerparfüms besser – nicht nur wegen der hübschen Kerle *lol*, sondern weil Werbung für Frauenparfüms schlichtweg stinklangweilig ist. Meistens haucht da irgend ein langbeiniges, langhaariges Model mit Wespentaille den Namen des Parfüms mehrmals in die Kamera. Nein danke, da fühle ich mich nicht angesprochen; selbst wenn man es in jeder Werbepause mindestens einmal wiederholt.

Für Männerparfüm-Spots gibts irgendwie fetzigere Musik und mehr Dynamik, mehr Bewegung. (Der schöne Kerl als Zückerchen dazu ist wahrscheinlich weniger als Vorbild für die Männer gedacht sondern eher für die Frauen, die ihren Männern dann das Parfüm unter den Weihnachtsbaum legen werden.)

Ich liebe die letztjährige Dior-Homme-Werbung von Regisseur Romain Gavras. Hübsche, talentierte Werbeträger (Robert Pattinson mit Camilla Rowe), ein Auto ohne Verdeck und ein toller Song von Led Zeppelin – was brauchts mehr, um ein eigentlich völlig überteuertes Duftwässerchen zu verkaufen?

Nur noch knapp 24 Tage…

… bis Weihnachten. Wie ich schon in einem früheren Beitrag geschrieben habe, lösen Weihnachtskugeln, Lametta und anderer Glitterkram in den Läden bei mir eher Weglauf-Impulse aus anstatt Glücksgefühle. Weihnachtlich fühle ich mich erst, wenn die Guetzli gebacken sind und ich mich mit Kerzenwachs beschäftige.

Meine übliche Vorgehensweise zum Kerzengiessen habe ich in diesem Beitrag beschrieben.  Im Internet gibts aber viele andere Vorschläge, und ich wollte einmal eine umweltfreundliche Methode ausprobieren.

Kerzengiessformen lassen sich zum Beispiel auch aus Toilettenpapier-Rollen herstellen:

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Ein grosser Nachteil ist aber, dass es sehr schwierig ist, das untere Ende zu verschliessen. Mit Alufolie ist mir trotzdem einiges rausgelaufen, Karton hat ebenfalls nicht funktioniert (weil sich die Klebstreifen ja lösen, wenn sie zu warm werden). Schlussendlich habe ich die Röhren einfach in ein Plastikgefäss mit Vogelsand gestellt. Das klappt zwar ganz gut, nur klebt jetzt immer noch Sand unten dran. Nicht so toll, wenn man die Kerzen verschenken will. Sie werden eher oval als rund, was mich persönlich überhaupt nicht stört. Allerdings saugt der Karton sehr viel Wachs auf und zuletzt muss man die Form ja eh zerstören und wegschmeissen, um an die Kerze zu kommen.

Einen weiteren Versuch habe ich kürzlich mit gesammelten Tam-Tam-Bechern gewagt. Das Loch unten ist perfekt, um den Docht durchzuziehen. Entgegen meinen Befürchtungen schmilzt die Form auch nicht. Und sie ist tatsächlich wiederverwendbar, denn die Kerze ist problemlos rauszulösen, ohne dass die Form Schaden nimmt.

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Die Kerzenform ist natürlich etwas spezieller. Wer häufiger fertigen Pudding aus diesen Becherchen ist, wird sie sofort erkennen ;-). Für mich aber eine super Methode. Demnächst versuche ich es mal mit Joghurt- und Hüttenkäse-Bechern…

Es lebt – und geht langsam, aber sicher ein

Nachdem die beiden Bambuspflänzchen fleissig gewachsen und gediehen sind, haben sie anscheinend genug davon. Beide verfärben sich gelb, obwohl ich nichts an den Giessgewohnheiten oder dem Standort beim Fenster geändert habe.

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Sie haben bei meinem Vater auch regelmässig die Wintermonate auf dem warmen Fensterbrett über dem Heizkörper verbracht; drum weiss ich nicht so recht warum ihnen das bei mir anscheinend nicht gefällt. Janu. Vielleicht kriege ich doch noch irgendwann einen grünen Daumen…

Es lebt!

Leider habe ich nicht den grünen Daumen meiner Mutter geerbt. Irgendwie haben Pflanzen in meiner Obhut die Eigenschaft, nach jahrelangem, problemlosen Wachstum plötzlich ohne jede Vorwarnung einzugehen.

Nachdem ich mich in Bern nach Studienbeginn und Jobaufnahme etwas eingelebt hatte, habe ich mir bei IKEA einen dieser Lucky Bamboos geholt. Wann das genau war, kann ich nicht mehr sagen. Das älteste Photo, das von ihm existiert, stammt aber von 2006. Ist also schon ein Weilchen her. Später kamen dann noch zwei weitere Pflänzchen dieser Gattung dazu.

Weil ich 2009 nach meinem Uni-Abschluss für 6 Wochen in Canada rumgondelte, blieben die drei bei meinem Vater in der Heimat. Und auch danach liess ich sie dort, weil ich nie recht wusste, wie lange ich noch in Bern bleiben würde und schon der zweifache Wohnungs-Umzug mit meinen Kakteen jeweils ein kleines Abenteuer war.

Letztes Jahr kam dann mein Vater mal per Auto nach Bern und brachte mir die Bambus-Pflanzen mit. Die waren wohl über den Standortwechsel weniger erfreut (Nikotin-Entzug? keine herumfliegenden Katzenhaare mehr? dabei spreche ich doch sogar mit ihnen!). Vor ein paar Monaten fingen sie jedenfalls eine nach der anderen an, sich gelb zu verfärben und zu verdorren.

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Einfach wegwerfen schien mir nach all diesen Jahren zu schade. Also hab ich bei einem probehalber einfach die Spitze gekappt und ihn eingepflanzt – Kalkränder inklusive. Dann hab ich fleissig gewässert, weil vorher stand er ja immer im Wasser, also kann man nie zuwenig Wasser geben, oder? Bis mir dann einfiel, dass Pflanzen mit zuviel Wasser schliesslich auch schimmeln und dann paradoxerweise vertrocknen können… soviel zu meinem kläglichen Wissen über Grünzeug. Nun… wochenlang passierte nichts und ich hatte mich schon damit abgefunden gehabt, ihn wegschmeissen zu müssen. Doch dann guckte plötzlich ein Trieb raus und kurz darauf ein zweiter.

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Jetzt habe ich auch mal den zweiten Bambus geköpft, eingepflanzt und unter Beobachtung gestellt. Ich halte euch auf dem Laufenden… kann ja höchstens schiefgehen.

Nackt angezogen

Die Leute machen sich halbnackig, kaum dass sie vom ersten Sonnenstrahl getroffen werden und wirken trotzdem noch angezogen, weil überall Farbe auf der Haut. Mir kommt je länger je mehr die Erkenntnis: Anscheinend bin ich die einzige Person, die kein Tattoo hat.

Naja, natürlich bin ich nicht die einzige. In meiner Familie zum Beispiel ist niemand tättowiert und auch viele meiner Freunde haben sich nichts stechen lassen (und wenn, dann anscheinend nicht dort wo es auch Aussenstehende zu sehen bekommen) .

Spaziere ich aber durch eine Gruppe von Fremden im Schwimmbad oder in der Stadt, beschleicht mich je länger je mehr das Gefühl, ein Aussenseiter zu sein. Egal ob 18 oder 60 Jahre alt, jeder scheint Tattoos zu haben. Und damit meine ich nicht nur ein kleines dezentes Merkmal auf der Schulter, sondern durchgehend tättowierte Arme, Beine oder Oberkörper. Ein chinesisches Wort auf dem Nacken ist out; wenn schon muss es ein Schriftzug die Wirbelsäule hinunter sein, den man dann durch das durchsichtige Shirt schimmern sieht.

Ein Tattoo als Zeichen der Rebellion ist passé. Und nicht mehr nur den Rockstars oder einer bestimmten Altersgruppe vorbehalten. Heute hat man anscheinend eins, weil jeder eines hat, selbst die eigenen Eltern oder Grosseltern. Und die Frau des Premierministers. Und Justin Bieber. Und die nette Krankenschwester von nebenan. 

Prinzipiell habe ich nichts gegen Tattoos. Aber ich kenne Leute, die einige ihrer Tattoos bereits jetzt schon bereuen und sich trotzdem schon weitere stechen lassen. Die anderen kann man dann ja wieder weglasern lassen… Da sich jeder Trend irgendwann wieder in die Gegenrichtung dreht, kanns also nicht mehr lange dauern, bis meine „nackte“ Haut – nur stellenweise „natürlich tättowiert“ durch Sommersprossen und Falten – irgendwann wieder trendy wird…

Weihnachts-Blogstöckchen

1. Plätzchen backen?
Aber klar doch. Meist mit Mutter und Schwester zusammen, und das dauert dann einen ganzen Tag oder sogar ein ganzes Wochenende. Schliesslich wird alles frisch gemacht.

2. Echter oder künstlicher Baum?
Echt. Künstliche Bäume mit künstlichen Kerzen kann ich dann haben wenn ich mal 80 bin…

3. Wann wird der Baum aufgestellt?
meist am 24. Dezember

4. Wann wird der Baum abgebaut?
Anfang Januar

5. Stellst du eine Krippe auf?
Nicht mehr. Die serbelt wohl auf dem Estrich vor sich hin…

6. Wann fängst du an mit dem Geschenke kaufen?
Meist schon Mitte November. Fertig bin ich dann meist aber erst so zwei Tage vor Weihnachten…

7. Für welche Person ist es am schwierigsten ein Geschenk zu kaufen?
Hm… wohl für meinen Vater. Finde Männer zu beschenken generell schwieriger. Die haben selten Wünsche und wenn, dann eher teure.

8. Liebster Weihnachtsfilm?
Hm. Ich schaue wenig fern und um Weihnachten herum auch nicht besonders oft, weil entweder Besuch kommt oder Leute besucht werden… aber ich mag einige typische „Weihnachtsfilme“ die immer um die Weihnachtszeit herum im TV laufen wie „Das letzte Einhorn“ oder „Das Wunder in der 8. Strasse“.

9. Weihnachtskarte oder Email?
Früher beides, mittlerweile weder noch

10. Hast du schon einmal ein Weihnachtsgeschenk weiter verschenkt?
Natürlich nicht!

11. Lieblings Weihnachtslied?
Ich mag Weihnachtslieder generell nicht so… jahrelang habe ich die in der Schule singen und auf der Blockflöte spielen müssen für zig Konzerte… und jene im Radio hängen mir auch ziemlich schnell zum Hals raus; sei das der Cola-Song oder Wham… dann lieber gleich was Klassisches Nicht-Weihnachtliches.

12. Fährst du über Weihnachten weg oder bleibst du zu Hause?
Ich fahre weg, bin aber trotzdem daheim, weil ich Weihnachten über bei meinem Vater in meinem alten Kinderzimmer in der Heimat wohne.

13. Was nervt am meisten an Weihnachten?
Die Weihnachtslieder, die schon Anfang Dezember den ganzen Tag in den Geschäften dudelt und der Weihnachtsschmuck, der sich schon Ende Oktober in den Läden türmt. Ausserdem sind die Leute im Vorfeld viel zu gestresst.