12 Filme in 12 Wochen (XII): Der Film, den du als nächstes gucken willst…

Es gibt noch so viel zu sehen. Aber leider komme ich unter der Woche kaum noch dazu, Filme zu schauen. Von der Arbeit komme ich jeweils relativ spät nach Hause und kaputt bin ich sowieso weil ich immer so früh aufstehen muss. Da hab ich meist nur noch die Geduld für eine Folge „Buffy“ oder „Glee“, die ich mir beim Abendessen reinziehe.

Mein DVDs-die-ich-noch-gucken-muss-Stapel ist auch nicht wirklich kleiner geworden seit dem letzten Mal.

Stapel noch zu guckender DVDs (28.10.12)

Meinen „Stapel“ von Filmen in avi- oder mp4-Format darf ich gar nicht erst erwähnen; ich glaube ich bin fürs ganze nächste Jahr schon mit Filmen eingedeckt. Und dann gibt es ja auch noch ein paar Filme, die ich nächstes Jahr im Kino sehen will…

Nun ja. Mehr zu gucken heisst mehr zu bloggen ;-).

12 Filme in 12 Wochen (XI): Als du mit deiner Schulklasse im Kino warst…

Leider hatte ich nie das Vergnügen, bei Klassenlehrern zu landen, die ein ungeheures Verlangen nach Kinobesuchen hatten. Unser Englisch-Lehrer in der Kanti fand aber, wir sollten doch die Montags-Vorstellung im Dorfkino besuchen, denn die bringen einmal die Woche Filme im Originalton. Die Idee war gut, nur die Filmauswahl irgendwie falsch…

„I could help you, but I’d rather stand here and record.“ (Michael Williams)

Blair Witch Project (USA, 1999)

Der als Dokumentar-Film getarnte Horrorfilm beginnt mit folgender Text-Einblendung:

„Im Oktober 1994 verschwanden drei Studenten in den Wäldern von Burkittsville, Maryland, beim Dreh eines Dokumentarfilms.
Ein Jahr später wurden ihre Filmaufnahmen gefunden.“

Heather, Josh und Mike planen eine Reise nach Maryland, um dort eine Dokumentation über die so „Hexe von Blair“ zu drehen. Das gesamte Filmmaterial, das der Zuschauer zu sehen bekommt, stammt von den drei Studenten, die während der gesamten Zeit  Videokameras dabeihaben, um Einwohner zu interviewen und die Gegend um den Wald zu filmen, wo die Hexe gewohnt haben soll. Doch da geht plötzlich alles schief…

„Blair Witch Project“ war ein Projekt zweier Filmstudenten, das mit sehr wenig Geld (ca. 60’000 Dollar) gedreht wurde – und einschlug wie eine Bombe (weltweite Einnahmen: ca. 250 Mio Dollar). Unter anderem, weil das Filmstudio im Vorfeld absichtlich irreführende Informationen im Internet verbreitete. Selbst die Schauspieler – die fast den ganzen Film selber drehten – wussten bis zum Schluss nicht, dass die Legende der Hexe von Blair gar nicht existiert, sondern von den Produzenten nur erfunden war und die interviewenden „Einwohner“ bereits vor den Dreharbbeiten mit vermeintlichen Informationen versorgt wurden. Die Grenzen verwischten mehr und mehr und niemand schien mehr zu wissen, ob der Film nun ein Film war oder eine „richtige“ Dokumentation. Selbst heute glauben noch viele, dass das Filmmaterial echt ist. Cleveres Marketing.

Und wieso war die Filmwahl eher falsch? Wirklich Englisch haben wir nicht gelernt dabei. Es wird eigentlich vor allem geflucht und geschrieen… und noch mehr geflucht. (Hm. Das erklärt wohl einiges, wie mein englischer Sprachwortschatz zustande gekommen ist *lol*.)

„We have enough battery power to run a small third world country here.“ (Heather Donahue)

12 Filme in 12 Wochen (X): Hoffentlich wird dieses Buch endlich verfilmt

Hm… diese Frage finde ich tatsächlich schwierig zu beantworten. Ich habe einige Bücher gelesen, die ich eines Filmes oder einer TV-Serie würdig finde. Es ist jetzt  keines dabei, auf dessen Verfilmung ich wie ein Flitzebogen warte, aber unterhaltsames Material gibts durchaus:

Die House-of-Night-Series von Mutter und Tochter Cast. Ein Filmprojekt ist schon lange in Planung (wahrscheinlich, um auf der Vampir-Erfolgswelle mitzureiten), aber irgendwie sind die Verhandlungen wohl stecken geblieben. Ich denke man müsste aber entweder Bücher zusammenfassen oder zuerst die Charaktere etwas ausbauen und die Handlung dann straffen. Oder alternativ eine TV-Serie draus machen.

House of Night Series (hier Band 8 von mittlerweile 10)

Die Black Magician Trilogy von Trudi Canavan. Vielleicht da ein bisschen Blabla weg und dort ein bisschen Action hin. Alles in allem genügend Fantasy-Stoff für mehrere Teile oder gar eine TV-Serie.

Black Magician Trilogy (Trudi Canavan)

Edward Wallbanger von feathers_mmmm war ursprünglich eine Twilight-FanFiction, die im Internet publiziert wurde. Omnific Publishing hat gerade die Veröffentlichungsrechte gekauft und wird das Buch der Autorin Alice Clayton unter dem Titel „Wallbanger“ auf den Markt bringen. Das Buch ist eine der lustigsten FFs, die ich je gelesen hab. Ich hab Tränen gelacht und wahrscheinlich meine Nachbarn mit meinem Kreisch-Gelächter auf Trab gehalten. Das wäre definitiv eine Komödie, die ich mir sogar im Kino ansehen würde, denn das Buch hätte eigentlich als Drehbuch umgeschrieben werden können…

Das Internet-Banner von Edward Wallbanger auf Twilighted… das Buchcover wird bestimmt etwas harmloser ausfallen 😉

Sophie Kinsella’s Remember Me? ist ebenfalls zum Schreien komisch. Gibt vielleicht auch einfach nur eine nette TV-Komödie ab; hat aber definitiv Verfilmungspotenzial.

Viele Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, wurden bereits verfilmt oder in andere Formate gepackt (z.B. die Kathy-Reichs-Krimis in die TV-Serie Bones oder die Sooky-Stackhouse-Romane von Charlaine Harris in die TV-Serie True Blood). Oder ich habe sie überhaupt erst gelesen, weil ich wusste dass es (bald) einen Film davon gibt (z.B. The Help). Bei anderen Büchern befürchte ich, sie würden eh nur verhunzt werden. Siehe „Mitternachtszirkus“ oder „Shopaholic“ (dazu auch mein Beitrag aus einem Bücher-Blogstöckchen, wo ich noch etwas mehr drüber herziehe), die beide eine einzige Katastrophe waren…

12 Filme in 12 Wochen (IX): Ein Film aus deiner Kindheit

„How is the room service here?“ (Miss Eva Ernst) – „Diabolical.“ (Miss Irvine) – „Good.“ (Miss Eva Ernst)

Hexen hexen (GB, 1990)

Luke (Jasen Fisher) wächst bei seiner Grossmutter (Mai Zetterling) in Norwegen auf, die ihm gerne Geschichten von „echten Hexen“ erzählt: Richtige Hexen haben keine Haare, keine Zehen, Krallen statt Fingernägeln, grosse Nasenlöcher und blaue Spucke. Das wirklich unheimliche an ihnen aber ist, dass sie wie ganz normale Frauen aussehen können. Und sie hassen Kinder. So sehr, dass sie für das Verschwinden unzähliger Kinder verantwortlich sind.

Weil Lukes Grossmutter krank wird, fahren sie nach England zur Kur. Mit seinen zwei weissen Mäusen im Gepäck, streift Luke durchs Hotel und entdeckt ungeheuerliches: Da ist eine ganze Delegation von Hexen plus der grossen Oberhexe (Anjelica Huston) zu einer Konferenz angereist. Ihr Plan: Alle Kinder dieser Welt mit Hilfe verzauberter Schokolade in Mäuse verwandeln…

Luke und seine Haustiere

Hexen hexen (orig. The Witches) ist ein 1983 erschienenes Kinderbuch des englischen Schriftstellers Roald Dahl. Von ihm stammen Bücher wie zum Beispiel „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Ich persönlich kenne nur Auszüge aus seinem autobiographischen Werk „Boy“.

Bruno und die Oberhexe

Als Kind fand ich „Hexen hexen“ einfach toll (tu ich übrigens immer noch), obwohl ja schon ein bisschen gruselig. Ich konnte einen Grossteil der Dialoge auswendig. Die Kostüme und Masken sind einfach grossartig – der Film hat dafür 1991 sogar einen BAFTA-Award erhalten.

12 Filme in 12 Wochen (VIII): Der Film, den du zuletzt auf DVD gesehen hast

„Hasn’t anyone else noticed that everyone has gone totally insane? Why are we all so afraid to look at things as they really are.“ (Veronika)

Veronika beschliesst zu sterben (USA, 2009)

Die 27-jährige Veronika (Sarah Michelle Gellar) ist hübsch, hat einen gut bezahlten Job und lebt in New York. Doch eines Tages nimmt sie eine Überdosis an Medikamenten, um sich das Leben zu nehmen. Als sie wieder zu sich kommt, findet sie sich in einer Psychiatrie wieder, wo man ihr sagt, dass ihr Herz  wegen der Überdosis Schaden genommen hat und sie deshalb innerhalb weniger Wochen sterben wird. Fortan lebt Veronika in der Klinik das Leben einer „Verrückten“; verärgert darüber, dass sie nicht über den Zeitpunkt ihres eigenen Todes bestimmen darf. Nach einiger Zeit beginnt sie eine emotionale Bindung zu einem jungen Mann namens Edward (Jonathan Tucker). Langsam, aber sicher beginnt Veronika sich wieder mit dem Leben anzufreunden – im Bewusstsein, dass sie bald sterben wird.

„Veronika beschliesst zu sterben“ ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Paulo Coelho. Eins vorweg: Ich habe das Buch nie gelesen (tatsächlich hab ich noch kein einziges Coelho-Buch gelesen *schäm*), daher kann ich nichts darüber sagen, ob diese Verfilmung gelungen ist oder nicht. Ich kann allerdings sagen, dass der Film sehenswert ist und mich das Ende tatsächlich etwas überrascht hat (was nur sehr wenigen Filmen gelingt).

Es ist keiner jener Filme, die man sich jedes Jahr mindestens einmal auf DVD anschauen muss weil sie einfach so super super super toll sind. Und die Darstellung der Psychiatrie sowie der angewandten Therapiemethoden lassen jemandem wie mir sowieso die Haare zu Berge stehen *lach*.  Aber die Schauspieler machen ihre Sache gut und geben einige Denkanstösse, die man mitnehmen kann. Und das ist es ja, was Filme schlussendlich wollen – unterhalten und in einem noch für einige Zeit nachwirken.

„And more than anything I hate the zombies on the subway who have forgotten all of their dreams or the fact that they ever had any to begin with.“ (Veronika)

12 Filme in 12 Wochen (VI): Der Film, den du zuletzt im TV gesehen hast

„It doesn’t matter what I feel. It doesn’t matter what I think. The dead are still dead.“ (Hanna Schmitz) 

Ich schaue ja nicht besonders häufig fern… gestern hab ich mal in „Der Vorleser“ reingezappt:

The Reader (USA/D, 2008)

Die Rahmenhandlung des Films spielt 1995. Rechtsanwalt Michael Berg (Ralph Fiennes) trifft sich mit seiner Tochter Julia und fährt mit ihr zum Grab seiner ersten Liebe Hanna Schmitz. Er erzählt Julia erstmals die ganze Geschichte von sich und Hanna…

Die erste Rückblende ist im Jahr 1958 angesiedelt. Der fünfzehnjährige Michael Berg (David Kross) ist auf dem Weg von der Schule nach Hause und fühlt sich elend. Er übergibt sich gerade, als die 36-jährige Strassenbahnschaffnerin Hanna Schmitz (Kate Winslet) vorbeikommt und ihm wieder auf die Beine hilft. Michael muss wegen Scharlach drei Monate im Bett bleiben und stattet ihr nach seiner Genesung mit einem Strauss Blumen einen Besuch ab, um sich zu bedanken. Ab diesem Tag haben die beiden eine Affäre, bei der ihn Hanna vor dem Sex aus Büchern vorlesen lässt. Mit der Zeit kühlt die Beziehung etwas ab, und eines Tages ist Hanna plötzlich verschwunden.

Im Jahre 1966 beobachtet Michael im Rahmen seines Jurastudiums in Begleitung von Professor Rohl einen Prozess gegen mehrere ehemalige KZ-Aufseherinnen. Unter ihnen ist Hanna Schmitz…

„Der Vorleser“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Bernhard Schlink. Ich habs damals in der Schule lesen müssen und konnte mich da schon nicht recht damit anfreunden – wahrscheinlich, weil ich Hanna gegenüber weder Sympathie, Empathie noch für ihr Handeln oder ihre Motivation Verständnis aufbringen kann. Schlink stellt Hanna übertrieben positiv dar im Wissen, dass er damit Konflikte provoziert und Fragen aufwirft. Es ist natürlich gut, wenn Bücher Fragen aufwerfen und zum Nachdenken anregen. Trotzdem hat mich das Buch damals nicht vom Hocker gehauen und der Film auch nicht.

Ich mag Kate Winslet und sie spielt auch diese Rolle toll (abgesehen davon dass mich die deutsche Synchronstimme völlig irritiert hat). Ob sie dafür den Oscar verdient hat? Ich weiss nicht recht… Ob der Film 5 Oscar-Nominationen verdient hat? Nicht unbedingt. Die Nominationen hat er wahrscheinlich eher erhalten, weil er eines der wichtigsten Kriterien für eine Oscar-Nomination erfüllt (aber dazu ein anderes Mal).

Fazit: Man kann den Film sehen – muss man aber nicht. Und einmal sehen reicht auch völlig aus. Dann lieber das Buch nochmals lesen.

„Societies think they operate by something called morality, but they don’t. They operate by something called law.“ (Professor)

12 Filme in 12 Wochen (V): Ein Film, den du immer und immer wieder gucken kannst

„You can’t ride two horses with one ass, sugarbean.“ (Earl Smooter)

Es gibt ein paar Filme, die einem einfach am Herzen liegen und man immer wieder angucken kann, wenn sie im TV kommen, obwohl man schon Textpassagen auswendig kennt. Bei mir gehört zum Beispiel „Zurück in die Zukunft“ dazu. Aber auch der hats mir irgendwie angetan:

Sweet Home Alabama (USA, 2002)

Melanie Carmichael (Reese Witherspoon) hat den Sprung aus einer Kleinstadt in Alabama nach New York geschafft. Sie ist erfolgreiche Designerin und mit Andrew (Patrick Dempsey), dem Sohn der Bürgermeisterin und begehrtesten Junggesellen von NewYork, liiert. Melanie nimmt überglücklich seinen Heiratsantrag an, verschweigt aber, dass sie von Gesetzes wegen noch mit ihrem Jugendfreund Jake (Josh Perry) verheiratet ist. Jake hat sich in all den Jahren geweigert, endlich in eine Scheidung einzuwilligen, also reist Mel zurück in ihre Heimatstadt, um die Sache endgültig zu regeln…

Generell mache ich mir nicht mehr besonders viel aus romantischen Komödien. Die meisten sind nett genug, um sie einmal am TV zu sehen, wenn sie grad kommen. Ins Kino muss man deswegen nicht unbedingt. Die meisten sind mir einfach zu kitschig, zu abgedroschen, zu vorhersehbar, um sie mehrmals geniessen zu können. „Sweet Home Alabama“ ist für mich eine Ausnahme; ich habe ihn damals im Kino gesehen und hab ihn sogar irgendwann mal letztes Jahr auf DVD besorgt. Warum genau, kann ich aber nicht sagen.

Ich mag die Schauspieler, ich mag die Story. Die Charaktere zeigen endlich mal etwas Tiefe in diesem Genre. Obwohl von den Kritikern als eben so eine vorhersehbare Romanze abgeschmettert, gibt der Film mir einfach ein gutes Gefühl. Und er hat weltweit in den Kinos immerhin über 180 Mio US-Dollar (Quelle: Box Office Mojo) eingespielt. Irgendwas muss da ja dran sein, oder?

„What do you want to be married to me for, anyhow?“ (young Melanie)
„So I can kiss you anytime I want.“ (young Jake)