15 TV-Serien in 15 Wochen (VIII) – Diese TV-Serie war meine erste auf DVD

This is madness. What could you have been thinking? You are the Slayer. Lives depend upon you. I make allowances for your youth, but I expect a certain amount of responsibility, instead of which you enslave yourself to this-this… cult. (Giles)
[cut to Buffy wearing a cheerleading outfit]
You don’t like the color? (Buffy)

Buffy the Vampire Slayer (1997-2003)

So ganz sicher bin ich mir nicht mehr, aber ich glaube, die erste Staffel von „Buffy“ war die erste TV-Serie, die ich auf DVD besessen habe. Die Komplettbox gab es damals noch nicht, und die folgenden Staffeln waren für mich als Student mit einem Nebenjob zum Mindestlohn und wenig Zeit neben Studium und Arbeit keine Option.

I want to take comfort in you, and I know it will cost me my soul, and a part of me doesn’t care. (Angel)

Auf den ersten Blick scheint die TV-Serie „Buffy“ für manche Zuschauer wohl nicht viel her zu geben. Mädchen entpuppt sich als „Die Auserwählte“ und jagt nebenberuflich (bzw. ausserschulisch) Vampire. Verliebt sich in den „Bösen“, der doch eigentlich der Gute ist. Kennen wir in so ähnlichen Varianten bereits.

You’re in love with a vampire?! What are you, outta your mind? (Xander)

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Well, I haven’t been to a hell dimension just of late, but I do know a thing or two about torment. (Spike)

Die Special-Effects mögen heute lächerlich erscheinen, das Budget war verschwindend klein und die schrägen Kostüme der Wannabe-Monster bringen selbst mich manchmal zum grinsen, und doch: wie in ähnlich gestrickten Serien – zum Beispiel „Charmed“ oder „Stargate SG-1“ – lebt die Serie von ihren Charakteren und ihrem Humor. Und beide sind zum Brüllen komisch.

Wer mit Buffy und ihren Freunden nicht warm wird, kann die Serie immer noch wegen „Spike“ gucken – sein Charakter hätte eigentlich ein Spin-Off verdient:

I’m the thing that monsters have nightmares about. And right now, you and me are gonna show ‘em why. (Buffy)

15 TV-Serien in 15 Wochen (V) – Diese zwei TV-Charaktere hätten längst ein Paar werden sollen

(…) just because my reproductive organs are on the inside instead of the outside, doesn’t mean I can’t handle whatever you can handle. (Sam)
Oh, this has nothing to do with you being a woman. I like women. I’ve just got a little problem with scientists. (Jack)

Jack O’Neill und Samantha Carter (Richard Dean Anderson und Amanda Tapping, Stargate SG-1)

Mit Liebesbeziehungen in TV-Serien ist es immer so eine Sache. Beziehungen dürfen natürlich schon sein; auch hin und wieder eine Prise Beziehungsdrama.

2x22: Out of Mind (Die Höhle des Löwen, Teil 1)
2×22: Out of Mind (Die Höhle des Löwen, Teil 1)

Ich mag es aber nicht, wenn eine TV-Serie über mehrere Staffeln tolle Charaktere-Entwicklungen und Handlungsplots zeigt, dann aber zunehmend zu einer Soap-Opera verkommt, wo irgendwann schon jeder mit jedem geschlafen hat. Der Handlungsfaden geht irgendwann im ganzen Liebesgewirrwarr unter. Um ein erneutes Ringelreihen zu vermeiden, müssen dauernd neue Charaktere als potentielle Partner eingeführt werden, während die alten, bereits liebgewonnenen Figuren an Tiefe verlieren, zu Nebenfiguren verkommen oder alsbald nur noch nerven, weil sie sich dauernd daneben benehmen oder sonstwie lästig werden (Beispiel: „Vampire Diaries„).

1x04: The Broca Divide (Die Seuche)
1×04: The Broca Divide (Die Seuche)

Es gibt natürlich auch das Gegenteil. Um wütende Fanpost zu vermeiden, lässt man den Helden absolut beziehungsunfähig durchs Leben irren. Viele kurze Affären ja, aber bitte nichts Festes (Beispiel: „MacGyver„).

1x13: Fire and Water (Feuer und Wasser)
1×13: Fire and Water (Feuer und Wasser)

Wenn dann doch mal Liebe im Spiel ist, ist sie entweder gefährlich, schlichtweg unmöglich, der eine kriegt kalte Füsse oder einer von beiden stirbt (Beispiel: „Buffy„). Ist die Hauptfigur weiblich, schiebt man dann gerne noch ein paar Zitate à la „XY ist stark und unabhängig / braucht keinen Mann an ihrer Seite / definiert sich nicht über eine Beziehung.“ hinterher.

2x07: Message in a Bottle (Trojanische Kugel)
2×07: Message in a Bottle (Trojanische Kugel)

Abgesehen davon sind die meisten Serienhelden zu traumatisiert oder viel zu sehr mit der Apokalypse und solchen Dingen beschäftigt, um auch noch erfolgreich intime Beziehungen zu führen … Irgendwie scheint es unmöglich, dass „Superhelden“ nicht nur schön und klug sind, sondern auch noch Glück in der Liebe haben dürfen (zumindest nicht vor der allerletzten Episode). Wäre ja auch zu unverschämt, wenn da einer alles auf einmal hat, egal wie fiktional der Stoff auch sein möge.

4x10: Beneath the Surface (Der Planet der Eiszeit)
4×10: Beneath the Surface (Der Planet der Eiszeit)

Die richtige Balance ist nicht einfach. Ich finde, die Macher bei „Bones“ haben es über die 10 Staffeln bis jetzt sowohl bei Haupt- als auch Nebenfiguren ganz gut gemacht: Bisschen anschmachten von der Ferne, bis die zwei dann endlich zusammenkommen. Einmal trennen oder anderweitig gucken ist auch in Ordnung, wenn sich die beiden dann irgendwann wiederfinden.

2x22: Out of Mind (Die Höhle des Löwen, Teil 1)
2×22: Out of Mind (Die Höhle des Löwen, Teil 1)

Nichtsdestotrotz: Wo es potentielle Pärchen gibt, gibts auch „Fandom-Shipper“. Mitglieder einer Fangemeinde (Fandom) „shippen“ zwei potentielle Pärchen-Kandidaten – sei dies in Büchern oder Filmen, seien dies fiktionale Charaktere oder echte Personen oder beides gleichzeitig (Beispiel: „Akte X„).

4x06: Window of Opportunity (Kein Ende in Sicht)
4×06: Window of Opportunity (Kein Ende in Sicht)

Dass „Stargate SG-1“ eine Science-Fiction-Serie ist, kam den Machern natürlich sehr gelegen: In einem Paralleluniversium beispielsweise kann man die Figuren ja gerne mal zusammenkommen lassen – am besten gleich mehrmals… So ist die Shipper-Fangemeinde vorerst ruhig und die Schreiberlinge müssen sich nicht mit den realen Schwierigkeiten einer Beziehung und deren Auswirkungen auf den Handlungsstrang auseinandersetzen, sondern können sich weiterhin auf den roten Faden der SG-1-Missionen konzentrieren.

3x06: Point of View (Lebenslinien)
3×06: Point of View (Lebenslinien)

In „Stargate SG-1“ wurde es allerdings ziemlich auf die Spitze getrieben: Entweder ist einer von beiden von einem Virus befallen, erinnert sich anschliessend nicht an den gemeinsamen Kuss, befindet sich in einer Zeitschleife oder halluziniert bloss… In einem Paralleluniversum waren Jack und Sam verlobt, in einem anderen sogar verheiratet (bzw. verwitwet).

3x06: Point of View (Lebenslinien)
3×06: Point of View (Lebenslinien)

Offiziell bekommen haben sie sich aber nie – und es gibt keine eindeutige Erklärung, nur mögliche Andeutungen bezüglich der Charaktere (z.B. dass Jack ihr Vorgesetzter ist und die Regeln nicht brechen darf/kann/will), Anmerkungen in Interviews von Darstellern und Produzenten (z.B. von Richard Dean Anderson: Es wäre die offensichtliche Lösung und damit sehr einfach und „billig“ gewesen, Jack und Sam rasch-rasch zusammenkommen zu lassen) oder Meinungen in Foren (die Macher waren „gierig“ und wollten die Sache so lange als möglich hinauszögern, haben dann aber den optimalen Zeitpunkt verpasst).

8x19: Moebius Part 1 (Möbius, Teil 1)
8×19: Moebius Part 1 (Möbius, Teil 1)

Es ist natürlich sehr frustrierend, wenn ein „Ship“ nie zusammenkommt, obwohl immer mal wieder die Funken sprühen und die Chemie zwischen den Darstellern stimmt. Der Fangemeinde tut das deswegen keinen Abbruch: Obwohl die Serie schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, gibt es noch zig aktive Shipper-Fanseiten im Netz; werden immer noch Collagen und Wallpaper gebastelt und YouTube-Videos online gestellt.

7X13: Grace
7×13: Grace

„Shipping“ ist ein netter Zeitvertreib, solange er nicht überbordet bzw. gemein wird im Sinne von Anti-Shipper-Seiten, die andere Shipper verunglimpfen (und davon gibts leider viele, viele schlechte Beispiele im Netz).

Warum nicht sich auf die schönen Seiten konzentrieren? Das folgende Videos ist eines meiner Lieblingsvideos von Jack und Sam:

I’d rather have died myself than lose Carter. (Jack)
Why? (Anise)
Because I care about her. A lot more than I’m supposed to. (Jack)

15 TV-Serien in 15 Wochen (IV) – Ich gucke diese TV-Serie nur, weil der Schauspieler so sexy ist

Eins vorweg: Ich würde mich niemals durch eine öde TV-Serie quälen, nur weil einer der männlichen Schauspieler nett anzusehen ist oder immer mal wieder halbnackig über den Bildschirm läuft.

Seeley Booth (David Boreanaz) in "Bones"
Seeley Booth (David Boreanaz) in „Bones“

Aber eine TV-Serie gucken, die nicht nur spannend und witzig ist mit interessanten Storylines und Charakterentwicklungen – und obendrauf auch noch was Schönes fürs Auge in fast allen Szenen? Was gibts denn daran auszusetzen? 😉

Logan Cale (Michael Weatherly) in "Dark Angel"
Logan Cale (Michael Weatherly) in „Dark Angel“

Schönheit und „Sexyness“ liegen natürlich im Auge des Betrachters und man/frau kann wunderbar darüber streiten bzw. sich gegenseitig auslachen, mit den Finger auf den anderen zeigen und dabei den Kopf schütteln.

Spike (James Marsters) in "Buffy the Vampire Slayer"
Spike (James Marsters) in „Buffy the Vampire Slayer“

Spannend ist auch, wie manche Schauspieler einen in der einen TV-Serie völlig in den Bann ziehen, in anderen Serien aber kalt lassen. Mit Michael Weatherly zum Beispiel werde ich in „NCIS“ einfach nicht warm.

Jack O'Neill (Richard Dean Anderson) in "Stargate SG-1"
Jack O’Neill (Richard Dean Anderson) in „Stargate SG-1“

Bei solchen Blogposts ist es immer wieder witzig, in die Vergangenheit zu blicken und sich mindestens einmal die flache Hand an die Stirn zu klatschen und zu denken: Was, DEN fand ich mal hübsch? Oder die Gemeinsamkeiten in seinen Serienhelden zu sehen: Meine scheinen jedenfalls allesamt eine ziemlich vorlaute (und sarkastische) Klappe zu haben, die sie öfter mal in Schwierigkeiten bringt… und in der Vergangenheit ziemlich traumatisiert worden zu sein, was sie zumindest zeitweise beziehungs-unkompatibel macht. Das sollte mir irgendwie zu denken geben 😉

Oliver Queen (Stephen Amell) in "Arrow"
Oliver Queen (Stephen Amell) in „Arrow“