I *heart* Kristen Stewart: DVD-Release von “American Ultra” (USA, 2015)

Cherry Progressive, listen. Mandelbrot set is in motion. Echo Choir has been breached. (Victoria Lasseter)
Is that a lyric from something? (Mike Howell)

Mike (Jesse Eisenberg, Now you see me) zieht gerne mal an einem Joint. Mit seiner Freundin Phoebe (Kristen Stewart, Twilight) führt er ein ruhiges Leben in einer beschaulichen Kleinstadt mit einem ziemlich langweiligen Job, der ihm genug Zeit lässt, nebenbei einem weiteren Hobby zu frönen: Er zeichnet Comics mit den Weltraum-Abenteuern des Affen Apollo.

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Mike plant, seiner grossen Liebe Phoebe baldmöglichst einen Heiratsantrag zu machen. Doch sein Leben wird auf den Kopf gestellt, als ihm klar wird, dass er eigentlich ein Schläfer-Agent ist und ausgeschaltet werden soll und Phoebe in Gefahr ist…

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American Ultra hat leider keine grossen Wellen geschlagen – meiner Meinung nach ist zum grössten Teil die (hauptsächlich nicht vorhandene, und dazu auch noch) falsche Vermarktung dran schuld. Für den Film wurde einerseits kaum Werbung gemacht, andererseits wird er als „Kifferkomödie“ gehandelt – eigentlich ist er aber eher eine Actionkomödie, in der die Protagonisten eben nebenbei Kiffer sind. Der Film ist bei uns „nur“ FSK16 (in den USA R-rated), hat aber einige ziemlich blutig-brutale Szenen drin.

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Ich finde den Film toll – Jesse und Kristen spielen wie immer grossartig zusammen (dies ist neben Adventureland (USA, 2009) und dem nächsten Woody-Allen-Film ihre dritte Kollaboration) und schienen bei den Dreharbeiten viel Spass gehabt zu haben. Die Storyline ist nicht wirklich neu, aber es gibt Action mit (endlich mal wieder) vielen neuen Ideen – wie oft sieht man sonst schon so einfallsreichen Waffen-Ideen-Reichtum (ausser vielleicht bei MacGyver)? Man sieht, was ein paar Schläge ins Gesicht tatsächlich bewirken. Dazu ein guter Soundtrack und ein toller Abspann mit dem Affen Apollo und voilà, schon ist man 1,5h bestens unterhalten…

I am spooky quiet. I’m like, I think I’m in the anaphylactic shock. (Mike Howell)
That’s not what that’s called. (Phoebe)

I *heart* Kristen Stewart: “Still Alice” (USA, 2014)

 

[knocks the pages from the podium]
I think I’ll try to forget that just happened. (Alice Howland)

Es sind Kleinigkeiten, die kaum auffallen und jedem hin und wieder passieren: Bei einem Vortrag fällt der Sprachwissenschaftlerin Alice Howland ein Wort nicht mehr ein. Sie vergisst Verabredungen. Sie lässt ihr Handy im Restaurant liegen.

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Die 5ojährige Mutter von drei erwachsenen Kindern schiebt die Vorkommnisse auf ihr hektisches Berufsleben zurück. Schliesslich hat sie als Professorin an einer grossen Uni viele Studenten zu betreuen, Vorträge zu halten und Termine zu jonglieren. Und bald möchte sie zusammen mit ihrem Ehemann (Alec Baldwin) ein weiteres Fachbuch veröffentlichen. Doch dann verliert Alice beim Joggen die Orientierung. Sie ahnt, dass etwas nicht stimmt. Die Diagnose kommt dennoch völlig unerwartet: Alice hat eine seltene Art von frühem Alzheimer, die sie auf ihre Kinder Lydia (Kristen Stewart), Tom (Hunter Parrish) und Anna (Kate Bosworth) vererbt haben könnte…

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Beim Drama führten Richard Glatzer und sein Ehemann Wash Westmoreland Regie. Richard Glatzer litt selbst an einer schweren Krankheit: Aufgrund seiner amyotrophen Lateralsklerose (besser bekannt als ALS, einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems) war es ihm gegen Ende der Dreharbeiten nicht mehr möglich zu sprechen. Um zu kommunizieren, griff Richard Glatzer auf eine spezielle iPad-App zurück, die Text in Sprache umsetzt.

Kristen Stewart, Wash Westmoreland, Richard Glatzer und Julianne Moore am AFI Fest (American Film Institute Film Festival), November 2014
Kristen Stewart, Wash Westmoreland, Richard Glatzer und Julianne Moore am AFI Fest (American Film Institute Film Festival), November 2014

Durch die Erfahrung mit einer unheilbaren, fortschreitenden Krankheit war es den Regisseuren möglich, einfühlsam mit dem Thema Alzheimer und der sich daraus ergebenden Tragik umzugehen. Sie machten aus „Still Alice“ kein gefühlsduseliges Heulepos, sondern zeigen auf beklemmende Weise und mit vielen Nahaufnahmen, wie aus der selbstbewussten Professorin Alice eine zerbrechliche und hilflose Frau wird. Julianne Moore hat diese Aufgabe grandios gemeistert und zurecht sowohl den Golden Globe als auch den Oscar als beste Schauspielerin erhalten.

Kristen als Alice’s Tochter Lydia hat nicht sehr viele, aber doch sehr wichtige Szenen mit Julianne im Film. Die beiden Schauspielerinnen ergänzen sich so toll, dass ich sie gerne wieder einmal zusammen auf der Leinwand sehen möchte.

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Im März 2015 – nicht mal drei Wochen nach den Oscar-Verleihungen mit dem grandiosen Sieg für seinen Film – verlor Richard Glatzer den jahrelangen Kampf gegen die Krankheit und verstarb.

Das Drama „Still Alice“ basiert übrigens auf dem gleichnamigen Roman der US-amerikanischen Neurowissenschaftlerin Lisa Genova.

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Interessanterweise ist es aus Alice’s Sicht geschrieben. Damit ist der Leser mittendrin im Geschehen und erlebt besonders nah mit, was mit Alice geschieht. Das Buch brachte mich an mehreren Stellen zum Weinen, aber es ist absolut zu empfehlen.

But this isn’t fair. (Lydia Howland)
I don’t have to be fair. I’m your mother. (Alice Howland)

I *heart* Kristen Stewart: „Camp X-Ray“ (USA, 2014)

„It’s not as black and white as they said it’s going to be.“ (Amy Cole)

Die junge Soldatin Amy Cole (Kristen Stewart) wollte dem Kleinstadtleben entfliehen und nach ihrer Ausbildung Dienst im Irak leisten – stattdessen wird sie nach Kuba in das Gefangenenlager von Guantanamo Bay geschickt. Manche der dort eingesperrten Männer – ihrer Menschenrechte beraubt – leben seit acht Jahren an diesem Ort. Cole plagen zunehmend moralische Gewissensbisse aufgrund der ungerechten Behandlung und der Folter der Insassen. Sie freundet sich mit dem Häftling Ali Amir (Peyman Moaadi) an, für den sie Empathie und Mitgefühl entwickelt. So gut sie kann, versucht Cole ihre Pflicht für ihr Land zu erfüllen, muss sich aber gleichzeitig gegen die Avancen ihres Vorgesetzten Corporal Randy (Lane Garrison) den Hass einiger ihrer Kameraden erwehren…

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Der deutsche Untertitel (Eine verbotene Liebe) ist leider ganz und gar nicht gelungen. Ich frage mich, ob der Filmverleih den Film überhaupt gesehen hat? Denn um Liebe geht es in diesem Film ganz und gar nicht.

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„Camp X-Ray“ ist ein typischer Indie-Film, gedreht innert 30 Tagen mit einem Budget von gerade mal 1 Mio. US-Dollar – und genau die Art Film, in dem Kristen Stewart so richtig glänzen kann. Man spürt, wie einsam Cole als einzige von vielleicht zwei Frauen in Guantanamo ist. Selbst von den Gefangenen wird sie hauptsächlich wegen ihres Geschlechts verachtet, nicht wegen ihres Jobs. Man merkt, wie Cole immer mehr unter Gewissensbissen leidet, weil die Situation dieser Gefangenen eben nicht einfach nur schwarz oder weiss ist, man sie nicht einfach in die Schubladen „gut“ oder „böse“ sortieren kann.

Die Thematik des Films ist keine leichte Kost, und ehrlich gesagt wusste ich im Vorfeld nicht viel darüber ausserhalb von dem, was ich hin und wieder in Zeitungsartikeln gelesen habe. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, sich näher damit zu befassen – gerade auch, weil Regisseur Peter Sattler einem nicht den moralischen Stempel aufdrückt, sondern zum Nachdenken anregen will. Vielleicht ist dieser Film für euch ein guter Einstieg.

„You and me – we’re at war.“ (Ali)

14 Filme in 14 Wochen (V) – Der Film mit dem irreführendsten Titel in deinem Regal

In meinem DVD-Regal gibts so einige interessant klingende Filmtitel. Irreführend ist wahrscheinlich einzig „The Cake Eaters“ (USA, 2007). Im ganzen Film ist weder ein Kuchen zu sehen, noch wird über Kuchen gesprochen. Gegessen wird erst recht keiner. Empfehlen kann ich den Film aber trotzdem. Man kann ja beim Gucken nebenbei ein Stück Kuchen geniessen ;-).

I *heart* Kristen Stewart: The Cake Eaters (USA, 2007)

Einen früheren Blog-Beitrag über diesen Film mit Kristen Stewart, Bruce Dern, Jayce Bartok und Melissa Leo findet ihr übrigens hier.

14 Filme in 14 Wochen (III) – Ein Film, durch den du dich plötzlich fürs Filmemachen interessiert hast

Im Jahre 2002 nahm mich eine damalige Freundin – Anja, glaube ich? – mit ins Kino. Ich hatte weder den Trailer gesehen, noch kannte ich die Handlung oder das Filmposter. Alles was ich wusste war, dass Jodie Foster drin mitspielt.

[looking through the medicine cabinet] How do you live in New York and not have a single percocet? (Junior)

Panic Room (USA, 2002)

Die frisch geschiedene Meg Altman (Jodie Foster) bezieht mit ihrer 11-jährigen Tochter Sarah (Kristen Stewart) ein herrschaftliches Haus in Manhattan. Die neue Bleibe weist eine interessante Besonderheit auf: ein sogenannter Panic Room – ausgestattet mit dicken Stahlwänden, einer Überwachungsanlage und eigener Belüftung, der den Bewohner im Falle eines Notfalls Schutz gewährt. Schon in der ersten Nacht müssen Mutter und Tochter Zuflucht in dem geheimen Raum suchen, als drei Einbrecher (Forest Whitaker, Dwight Yoakam, Jared Leto) sich Zugang ins Haus gewähren. Doch die Einbrecher haben es nicht auf Mama und Tochter abgesehen, sondern auf etwas, dass sich ausgerechnet in ebendiesem Panic Room befindet…

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„Panic Room“ hinterliess bei mir einen bleibenden Eindruck. Alles daran war faszinierend: Die Kameraführung (z.B. die Fahrt durch den Griff der Kaffeekanne), der Score, die Schauspieler und alles drum herum. Selbst die Storyline war für mich kaum vorhersehbar. Zum ersten Mal interessierte ich mich dafür, wie eigentlich Filme entstehen. Und ich merkte, dass es sich tatsächlich lohnt, die DVD-Extras anzugucken… und auch Filme, die nur an einem einzigen Set spielen, sehr spannend sein können.

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Für die Hauptrolle war übrigens Nicole Kidman vorgesehen gewesen – die sich kurz vor den Dreharbeiten während ihres vorherigen Filmprojekts („Mouling Rouge“) eine Knieverletzung zuzog. Ihre Freundin Jodie Foster sprang ein (mit gerade mal 10 Tagen Vorbereitungszeit auf die Rolle) und die ursprüngliche Filmtochter (Hayden Panettiere) wurde kurzfristig ausgetauscht. So schnell kanns gehen. Hat sich aber gelohnt.

This is what I do; if some idiot with a sledgehammer could break in, do you really think I’d still have a job?  (Burnham)

I *heart* Kristen Stewart: Deutscher DVD-Release von „Speak“ (USA, 2004)

Bereits vor 4 Jahren habe ich einen Beitrag zum Film „Speak“ geschrieben. Ich mag die filmische Umsetzung und habe deswegen zusätzlich die Buchvorlage von Laurie Halse Anderson gelesen. Leider war die Verfilmung bisher nur auf Englisch erhältlich. Am 12. Dezember erscheint der Film – wohl passend zum 10-Jahres-Jubiläum! – endlich auch bei uns auf DVD (und das auch noch zu einem reduzierten Preis).

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In der Zwischenzeit habe ich natürlich noch einige weitere Filme von Kristen Stewart gesehen. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass „Speak“ eine ihrer besten schauspielerischen Leistungen zeigt und zurecht einige Nominierungen und Auszeichnungen erhalten hat. Ansehen lohnt sich; am besten im englischen Originalton (die DVD enthält deutsche Untertitel)!

Kino-Kalender 2012: Rückblick

Ich hatte letztes Jahr in diesem Beitrag prophezeit, das Kinojahr 2012 würde noch besser werden als jenes von 2011. War es wohl auch. Wegen des Jobwechsels hatte ich aber nicht besonders viel Zeit, dieses Jahr ins Kino zu gehen – geschweige denn endlich meinen Stapel von noch zu guckender DVDs abzuarbeiten.

Hunger Games (mit Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson)
Den Film habe ich nicht im Kino gesehen (da mehrmals von unterschiedlichen Personen versetzt), sondern nur auf DVD. Obwohl ich das Buch geradezu verschlungen hab, lautet mein Fazit: Naja. Der Film war nicht schlecht, aber irgendwie fehlte mir dieses WOW-Gefühl, das ich nach dem Zuklappen des Buches damals verspürt hatte. Da mir die Fortsetzungen nicht ganz so gut gefallen haben, werde ich mir wohl auch die nachfolgenden Verfilmungen (Teil zwei Ende November 2013) höchstens auf DVD antun.

Bel Ami (mit Robert Pattinson, Christina Ricci, Uma Thurman, Kristin Scott Thomas)
Den Film habe ich mir ganz alleine in einem Kino in Bern angeschaut. Das dazugehörige Buch habe ich allerdings immer noch nicht gelesen (mein SUB lässt grüssen). Ich bin eigentlich nicht so der Typ für Kostümfilme; diesen hier fand ich allerdings ganz gut gemacht. Im Original ist er nicht immer so gut zu verstehen, aber ich liebe es, den unglücklichen Seelen beim Schmieden böser Machenschaften zuzusehen. Und nackte Hintern und Brüste gibts neben den schönen Kostümen und Kulissen auch noch ;-). 

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My Week with Marilyn (mit Michelle Williams, Emma Watson und Eddie Redmayne)
Habe ich nicht gesehen. Soweit ich weiss, lief er auch nicht besonders lange in den Kinos. Mittlerweile müsste die DVD eigentlich draussen sein…

Cosmopolis (mit Robert Pattinson, Paul Giamatti und Sarah Gadon)
Die Buchverfilmung von Don DeLillo habe ich ganz allein in einem Kino in Lausanne geguckt – mit etwa 12 anderen Kinogängern. Es wird viel geredet und alles verstehe ich immer noch nicht – trotzdem ist es ein Genuss, den Schauspielern zuzusehen. Mehr dazu habe ich in einem früheren Beitrag bereits geschrieben. Der Film ist ganz bestimmt nicht jedermanns Sache – empfehlen kann ich ihn aber auf jeden Fall. Schade, dass er nicht in besonders vielen Kinos erschienen ist. Aber immerhin lief er im Mai in Cannes, und das ist schon eine kleine Leistung für sich.

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On the Road  (mit Garret Hedlund, Sam Riley, Kristen Stewart, Viggo Mortensen, Kirsten Dunst und Amy Adams)
Habe ich mir im Orange Open Air Kino Bern mit einer Kollegin angesehen. Das Buch fand ich teilweise etwas langfädig, aber der Film war ganz gut umgesetzt. Hie und da hätte man vielleicht das Tempo etwas schneller machen können (wobei ich wohl die Langversion gesehen habe, denn die Amis werden zum Kinostart diesen Monat eine kürzere Version bekommen), aber alles in allem bringt der Film die Gefühle und Lebensfreude (und -qualen) dieser Zeit sehr schön rüber und der Soundtrack ist natürlich sowieso toll. Die Schauspieler (v.a. Garret Hedlund und Kristen Stewart) sind zudem fantastisch. Ich denke sogar, dass es für den Film und die Schauspieler einige Award-Nominationen geben könnte.

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Snow White and the Huntsman (mit Kristen Stewart, Chris Hemsworth und Charlize Theron)
Auf den Film habe ich mich schon Monate im Vorfeld gefreut – und ich wurde nicht enttäuscht. Einige fanden, man hätten mehr draus machen können und die Kritiken fielen nicht immer sehr nett aus – aber ich fand ihn sehr gute Blockbuster-Unterhaltung mit viel Action, Humor und tollen Schauspielern. Charlize Theron ist eine grandiose böse Königin und die anderen zwei machen ihre Sache ebenfalls sehr gut. Auch auf DVD schön anzuschauen.

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The Twilight Saga: Breaking Dawn Part 2 (mit Robert Pattinson, Kristen Stewart und Taylor Lautner)
Habe ich mir mit einer Kollegin vor zwei Wochen in Fribourg angeschaut. Obwohl ich Breaking Dawn von allen Twilight-Büchern am wenigsten mag, war ich mit der Umsetzung der beiden Filme sehr zufrieden. Nur etwas länger hätten sie sein dürfen; vor allem der zweite Teil. Es passiert sehr viel in sehr kurzer Zeit und der eigentliche Kernpunkt (nämlich Bella und Edward) kommen wieder mal ein bisschen zu kurz. Das einzige was mich etwas störte war das „creepy“ Baby – ist halt immer so eine Sache, mit kleinen Kindern zu drehen. Und die Tatsache, dass man in amerikanischen Filmen zwar Köpfe abreissen und Kinder verbrennen kann, aber keine nackte Haut zeigen darf. Könnte ja schädlich sein. Pffff.

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12 Filme in 12 Wochen (VII): Ein Film, von dem niemand gedacht hätte, dass du ihn gesehen hast

Hmm… das ist allerdings schwierig.

Ich bin ja bekannt dafür, öfter mal schräge Filme zu gucken, die nicht grad jeder kennt – auch wenn das jetzt keine völlig unbekannten Filme sind. Über einige der sehenswerten Exemplare hab ich auch schon Beiträge verfasst, zum Beispiel Cosmopolis (Canada, 2012), Wristcutters: A Love Story (US/UK, 2006), The Cake Eaters (USA, 2007), Adam’s Apples (DK, 2005), Speak (USA, 2004), How to Be (UK, 2008), Utopia Blues (CH, 2001), King George (UK, 1994), Spider (F/Canada/GB, 2002), Prozac Nation (USA, 2001), The Fisher King (USA, 1994), Harold und Maude (USA, 1971), Elling (DK, 2001) oder Festen (DK, 1991).

Cosmopolis (Canada, 2012)

Dazu ein paar Biographien (z.B. über van Gogh, den Dalai Lama, Pollock oder Camille Claudel), die ich allesamt nicht besonders toll fand (naja, mit Biographien hab ich mich schon immer schwer getan).

Wristcutters: A Love Story (US/UK, 2006)

Und ich hab wohl auch schon zig Dokumentarfilme über alle möglichen und unmöglichen Themen gesehen, die sich nicht unbedingt jeder antun würde.

Speak (USA, 2004)

Aber einen Film, der alle in Staunen versetzen würde? Uff… Ich hab mal ein paar Minuten von „One Night in Paris“ gesehen. War sterbenslangweilig…

I *heart* Kristen Stewart: The Yellow Handkerchief (USA, 2008)

„I’m gonna ask you to marry me.“ (Brett) 
„You don’t know a thing about me.“ (May) 
„Your whole life is in your face. And I love that face.“ (Brett) 

Brett (William Hurt) wird nach sechs Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Auf dem Rückweg nach Louisiana trifft er auf die 15-jährige Martine (Kristen Stewart) den jungen Aussenseiter Gordy (Eddie Redmayne), die ihm eine Mitfahrgelegenheit anbieten. Es beginnt eine mehrtägige Abenteuerreise des ungleichen Gespanns.

Während Martine mit Familien- und Beziehungsproblemen zu kämpfen hat, ist Gordy ein naiver Sonderling mit Auto und Wegwerfkamera, der sich in seiner Familie nicht mehr willkommen gefühlt hatte. Alle drei sind sich fremd, vertrauen einander nicht und haben eigentlich nur die Gemeinsamkeit, dass sie vom Ort, an dem sie sich gerade befinden, weg wollen.

In Rückblenden wird die Geschichte von Brett und seiner Ex-Frau May (Maria Bello) erzählt. Nach einem holprigen Beziehungsstart hatten die beiden schnell geheiratet und mussten bald mit einer Fehlgeburt fertig werden. Da Brett sich im Gefängnis von May scheiden ließ, damit sie frei von ihm ist, ringt er mit der Frage, ob er nun versuchen sollte, May wiederzufinden oder ein neues Leben ohne sie beginnen sollte.

Zu Anfang seiner Reise schickt Brett eine Postkarte an May, in der er ihr seine Rückkehr ankündigt und sie bittet, wenn sie ihn wiedersehen möchte, das gelbe Segel ihres Hausbootes für ihn als Zeichen zu setzen. Die beiden Jugendlichen ermutigen ihn, May aufzusuchen…

Deutsches DVD-Cover

„The Yellow Handkerchief“ ist die vom Schweizer Arthur Cohn produzierte Neuverfilmung eines 1977 erschienenen japanischen Films. Der Film ist ein eher stilles Roadmovie, das ruhig und genau beobachtet – mit minimalistischem, aber grossartigem Wechselspiel zwischen den Charakteren und tollen Landschaftsbildern.

Wer den Film noch nicht gesehen hat, kann ihn sich übrigens am Sonntag, 3. Juli 2011 auf ARD (23.30 Uhr) anschauen.