13 Bücher in 13 Wochen (IV) – Das älteste Buch in deinem Regal

Diese Aufgabe liesse sich unterschiedlich beantworten, da ich eigentlich mehr als nur ein einzelnes Bücherregal besitze. Da wären zum Beispiel all die Lustigen Taschenbücher oder meine Kinderbücher, die noch bei meinem Vater in einem Einbauschrank vor sich hin lagern. Oder die lehrreichen Bücher aus Schule und Studium auf der Ablage im Büro in der Heimat. Die Bücher aus dem Studium in meinem Wohnzimmer. Und so weiter und so fort…

Ich wähle deshalb aus dem Taschenbuch-Regal in meinem Schlafzimmer. Und anstatt jedes einzelne Buch auf das Datum des Druckes der Erstausgabe zu untersuchen, nehme ich jenes Buch, das ich meines Erachtens nach am längsten besitze:

Lauf, Jane, lauf! (Joy Fielding)

Jane Whittaker geht eines Tages zum Einkaufen – und vergisst, wer sie ist. Ein Alptraum, wenn man sich so plötzlich blutbefleckt, mit Taschen voller Geld, aber ohne Erinnerungsvermögen auf den Strassen Bostons wiederfindet. Wer ist dieser Mann, den man ihr als ihren Ehemann vorstellt und der sie so aufopfernd umsorgt? Was sind das für Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen? Warum fühlt sie sich plötzlich als Gefangene im eigenen Haus? Und warum benehmen sich Haushälterin und Nachbarn so merkwürdig und unnachgiebig, wenn sie um Hilfe bittet?

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Joy Fielding hat schon so einige Bücher geschrieben, aber dieses hatte die Autorin im deutschsprachigen Raum erst so richtig bekannt gemacht. Ich finde es immer noch ihr bestes und spannendstes Werk, auch wenn im Mittelteil gar nicht so viel passiert. Man ist mit Jane hautnah dabei, wie sie dem Geheimnis ihres Gedächtnisverlustes nach und nach auf die Schliche kommt… und es bleibt spannend, auch wenn man es Jahre später noch einmal liest.

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13 Bücher in 13 Wochen (I) – Ein Buch, das du zurzeit liest

Wie bereits mehrmals erwähnt, lese ich seit Jahren immer mehrere Bücher parallel. Aktuell sind es aber nur zwei, was für mich fast schon aussergewöhnlich ist.

Heute stelle ich ein Buch vor, dass ich an der Solothurner Bücherbörse eingetauscht habe. Am ersten Samstag des Monats darf man Bücher, DVDs und andere Gegenstände bringen und gegen dieselbe „Gattung“ eintauschen. Ich ging eigentlich mit dem Vorsatz, zwecks Regal-Aufräumung 4 Bücher hin zu bringen und mit einem oder zwei wiederzukommen. Zurück kam ich dann mit 5 Stück… öhm…

Joy Fielding: Das Verhängnis

Zum Inhalt: Als Suzy Bigelow eines Abends beschliesst, in einer Bar in Miami Beach alleine einen Drink und damit eine Auszeit von ihrem Ehemann zu nehmen, ahnt sie noch nicht, dass sie damit eine wahre Lawine an verhängnisvollen Ereignissen lostreten wird. Denn am Tresen stehen drei Männer, die sie beobachten und schliesslich eine Wette abschliessen: Wer von ihnen es schafft, die attraktive junge Frau noch in derselben Nacht zu verführen, gewinnt. Sehr schnell geraten Suzy und alle Beteiligten in einen gefährlichen Strudel – und was wie ein harmloses Spiel begann, erfüllt sich in einem Hotelzimmer auf mehr oder weniger katastrophale Weise …

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Meine Meinung: Für einen Thriller gibt es erstaunlich wenig Tote (bis jetzt zumindest; ich bin ja noch nicht ganz fertig damit).  Für eine Geschichte von Joy Fielding ist das aber nicht unbedingt ungewöhnlich. Der Autorin gelingt es mit ihren Charakter-Beschreibungen und Perspektivenwechseln auch durchaus, Spannung aufzubauen. Für mich werden die Figuren manchmal aber ein wenig zu ungenau bzw. zu klischeehaft beschrieben. Ich habe fast das Gefühl, hier sei kein Krimi, sondern ein Drehbuch für eine mögliche Verfilmung geschrieben worden. Kein Buch, das man seiner gesamten Verwandschaft inklusive Freundeskreis zu Weihnachten schenken muss. Zum Lesen ist es aber kurzweilig genug. Und dann kann man es ja wieder an einer Bücherbörse umtauschen oder jemandem weiterreichen.

Zitat:  ‚Wie kann man jemanden lieben, den man nicht einmal kennt?‘ – ‚Ich glaube, manchmal macht es einem das sogar leichter. Manchmal wird es, je mehr man über jemanden erfährt, immer schwieriger ihn zu lieben. Je weniger man weiß, desto besser.‘

Mein grosser kleiner SUB (XII)

Irgendwo in einer Ecke im Haus meines Vaters schlummerte dieses Buch von Joy Fielding monatelang vor sich hin – als „Notfallplan“ sozusagen, falls ich bei einem Besuch in der Heimat mal zu schnell mit meiner Leselektüre fertig werden sollte. Jetzt hab ich mich mal erbarmt und es zur Hand genommen. Man kann ja dieses arme Buch nicht weiterhin vor sich hinstauben lassen; da hätte ich fast schon ein schlechtes Gewissen. Von Joy Fielding waren die ersten „Erwachsenen-Krimis“, die ich damals gelesen habe (u.a. „Lauf, Jane, lauf“).

 

SUB vom 02. September 2013
SUB vom 02. September 2013

 

Die beiden Bücher „Beautiful Disaster“ (auf dem SUB vom 17. Juni) und „Walking Disaster“ sind eigentlich dasselbe Buch, aber aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Das Konzept und vor allem die Charaktere kommen mir irgendwie bekannt vor. Die Autorin beharrt darauf, dass die Story nicht auf einer „Parallelwelt“ (sprich einer FanFiction) beruht und bisher wurde auch nichts Gegenteiliges bewiesen, aber wer weiss… manche Autoren schreiben ja erstmal nur für die Schublade. Eine Verfilmung ist angeblich bereits geplant.