12 Bücher in 12 Wochen (X): Das Buch, das du als nächstes lesen willst

Oh, ich weiss gar nicht, ob ich mich da auf eines beschränken kann. Wie bereits in einem früheren Beitrag zugegeben, horte ich regelrecht ungelesene und halb angefangene Bücher und kann mich jeweils nicht entscheiden, welches ich zuerst fertig lesen oder überhaupt anfangen will. Meistens dürfen die leichteren und handlicheren Bücher mit auf Reisen, während die schwereren neben dem Bett oder sonstwo warten müssen. Und dann gibts ja auch noch welche, die nur im Computer existieren.

Zur Zeit stapeln sich bei mir immer noch folgende Werke:
> On the Road (Jack Kerouac)
> The Demons in my Dreams (littlecat 358)
> Wuthering Heights (Emily Brontë)
> Cosmopolis (Don DeLillo)
> Dark Waltz (Moonchild707)
> Die Tore zur Welt (Ken Follett)
> In your World (solostintwilight)
> Hunger Games (Suzanne Collins)
> Dark Paradise (Tami Hoag)
> Harry Potter and the Deathly Hallows (Joanne K. Rowling)

Also gar nicht so schlimm wie auch schon…

Das nächste Werk, das ich in Angriff nehme, wird wohl „The Hunger Games“ von Suzanne Collins sein. Die Trilogie ist im deutschen Sprachraum unter „Die Tribute von Panem“ bekannt. Und ehrlich gesagt weiss ich noch fast gar nichts über die Bücher – ausser, dass sie mir von allen Seiten empfohlen werden.

Den ersten Band der Reihe habe ich mir in London besorgt. Irritierenderweise stehen die Bücher im Kinder-Regal (bis 12 Jahre), obwohl sie eigentlich in die Young-Adult-Section gehören.

Die Handlung präsentiert sich laut Klappentext und Internet folgendermassen:
Nordamerika existiert nicht mehr. Kriege und Naturkatastrophen haben das Land zerstört. Aus den Trümmern ist Panem entstanden, geführt von einer unerbittlichen Regierung. Alljährlich finden grausame Spiele statt, bei denen nur ein Einziger überleben darf.  Die Spiele werden im Fernsehen übertragen und die Bewohner der Distrikte werden gezwungen, jeden Tod mit anzusehen und die Hungerspiele gleichsam dem Kapitol wie ein Fest zu feiern. Als die sechzehnjährige Katniss erfährt, dass ihre kleine Schwester Prim ausgelost wurde, meldet sie sich an ihrer Stelle und nimmt Seite an Seite mit dem gleichaltrigen Peeta den Kampf auf.

Passend zum aktuellen Jugendbuch-Verfilmungs-Hype werden auch die Hunger-Games nächstes Jahr in die Kinos kommen – mit Jennifer Lawrence (Winter’s Bone), Josh Hutcherson (Zathura) und Liam Hemsworth (The Last Song) in den Hauptrollen.

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12 Bücher in 12 Wochen (Extra II): Du bist, was du liest

Letzte Woche hatte ich das seltene Glück, mal nicht einem gegenüber zu sitzen, der komisch riechenden Salat isst, tief versunken auf sein Laptop einhämmert, stundenlang in den wildesten Sprachen in sein Handy brüllt oder Musik in einer Lautstärke über seinen iPod hört, dass mir beinahe die Ohren wackeln.

Nein, da sitzt ein junger Kerl, mehr oder weniger in meinem Alter (jaaaa, ich zähle mich quasi noch zur Jugend *lol*), Typ schweizerisch-kanadischer Holzfäller mit dunklem Lockenkopf, Dreitagebart, Mammut-Jacke und Camping-Gepäck. Passend zu meiner Mammut-Jacke und meinem kanadischen Schlüsselanhänger an der Air-Canada-Reisetasche.

Oh làlà!

Und dann packt er ein Buch aus. Aha, gut aussehend, abenteuerlustig UND belesen.

Oh làlà!

Und dann sehe ich das Cover des Buches, und es ist ein Roman von Charlotte Link.

Nix mehr oh làlà.

Du bist was du liest… tatsächlich? Wenn ich Charlotte Link für eine romantische-Liebesgesäusel-Roman-Schreiberin halte… ist er dann romantisch? Langweilig? Ein Weichei?

Oder bin ich einfach mal wieder voreilig auf ein Klischee reingefallen… und er hat irgend ein Buch aus dem Regal gegriffen? Sich das Buch seiner Freundin vom Nachttisch geschnappt? Ist einem Input oder dem Ratschlag eines Freundes gefolgt? Oder schreibt gar ein Blogstöckchen, arbeitet für eine Literaturkritik-Zeitschrift und liest zur Recherche?

Ich will ja gar nicht wissen, was die Leute von mir halten, wenn sie MICH im Zug lesen sehen… Meine „Lese-Intelligenz“ ist seit Studiumsabschluss rapide gesunken. Zur Zeit widme ich  mich gerade „Dead until Dark“ von Charlaine Harris. Ja, das ist die Vorlage zur Vampirserie „True Blood„.

Vorher las ich „Death du Jour“ von Kathy Reichs und parallel den aktuellen Band der House-of-Night-Reihe (Awakened) von Mutter und Tochter Cast. Jup, die Vorlage zur TV-Serie „Bones“ und ein weiterer Roman mit Vampiren und anderen seltsamen Geschöpfen der Nacht.

Und ich glaube nicht, dass die Tatsache, dass ich die Bücher in Englisch lese, mehr Eindruck auf meine Mitpassagiere macht – im Gegenteil. Die verdrehen wahrscheinlich höchstens innerlich die Augen und denken „Noch so eine“…

Kein Wunder, dass mich in letzter Zeit niemand mehr anspricht. Früher ergaben sich häufiger Gespräche wegen meiner Studienunterlagen und Artikel… was ich studiere, wo und warum, was ich nacher damit machen will, und wieso ich auf Englisch lese?

Ich sollte wohl wieder mal meine Flirtstrategie überdenken und wichtig aussehende Artikel mit auf Reisen nehmen… 😉

Meine „intelligentere“ Trivial-Literatur – ich will ja nicht ganz einrosten! – liegt übrigens neben dem Bett auf dem Boden… und wird noch ein Weilchen dort bleiben, denn für „kluge“ Bücher brauche ich mehr Hirnkapazität, was dazu führt, dass ich nach wenigen Seiten schon so müde bin, dass das Licht gelöscht wird.

Aber überhaupt… wer bestimmt schon, welche Literatur „intelligent“ ist und welche nicht? Hauptsache, es wird gelesen. In Computer und TV und auf’s Handy-Display starren tun wir schliesslich schon genug…

12 Bücher in 12 Wochen (I) – Das Buch, das du zur Zeit liest

Wie ihr ja bereits wisst, lese ich immer mehrere Werke parallel. Mein „Hauptbuch“ zur Zeit ist allerdings „Déjà Dead“, der erste Kriminalroman von Kathy Reichs.

Wie ihre Schöpferin ist die Romanfigur Dr. Temperance „Tempe“ Brennan forensische Anthropologin. Halbverweste Leichenteile und Skelettfunde gehören zu ihrem Alltag. Sie pendelt ständig zwischen North Carolina und der Provinz Québec, lehrt an der Universität und arbeitet für das Office of the Medical Examiner in North Carolina sowie für das Laboratoire de Sciences Judiciaires et de Médecine Légale in Montréal. Obwohl es Ähnlichkeiten in der Biographie gibt, beharrt Reichs aber darauf, dass Brennan nicht ihr Alter Ego sei.

In „Déja Dead“ (dt. Tote lügen nicht) wird Temperance Brennan im Sommer 1994 bei den Vorbereitungen für ihr Wochenende in Montréal gestört, als die Polizei eine fast vollständig verweste Leiche mit abgetrennten Gliedmassen findet. Tempe wird mit der Untersuchung der in Müllsäcken verpackten Knochen beauftragt – das Wochenende ist ruiniert. Brennan sieht bei der Untersuchung der Knochen Parallelen zu einem ähnlichen Fall, den sie vor einem Jahr hatte und erkennt Zusammenhänge mit zwei weiteren Leichenfunden. Da die Polizei aber nicht an einen Serienmörder glauben will, ermittelt Brennan auf eigene Faust – und bringt dabei sie nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr.

Wissenswertes: Ihr Debüt „Déja Dead“ hat einige Preise eingeheimst. Kathy Reichs hat mit ihrer Protagonistin auch die Grundlage zur TV-Serie „Bones“ geschaffen. Im Gegensatz zur Filmfigur Bones ist die Romanfigur Tempe allerdings älter, bereits geschieden und hat eine Tochter. Ausserdem ist sie trockene Alkoholikerin. Bones schreibt in ihrer Freizeit zudem erfolgreich Bücher – mit der forensischen Anthropologin „Kathy Reichs“ in der Hauptrolle.

Fazit: Da ich erst vier oder fünf Kapitel gelesen habe, kann ich noch nicht soviel zum Buch sagen. Spannend (und etwas gruselig) ist es aber schon nach kurzer Zeit. Über die blumigen Umschreibungen kann ich grosszügig hinwegsehen – die verstehe ich auf Englisch eh nicht immer vollständig *lach*. Man sollte beim Lesen einfach nicht zuviel „Bones“ im Kopf haben und das Buch als eigenes Werk sehen. Ich warte allerdings trotzdem dauernd auf das Auftauchen von Seeley Booth…

Ach ja, das sollte ich doch auch mal wieder in die Hand nehmen…

Ich gebs zu: Ich horte ungelesene und halb angefangene Bücher. Sie stapeln sich auf dem Tisch, im Gestell, am Boden neben dem Bett, in der Reisetasche, auf dem Nachttisch, in meinem Computer. Und warten darauf, endlich fertiggelesen und weiterempfohlen zu werden.

Seit der Uni habe ich mir angewöhnt, mehrere Bücher parallel zu lesen – wahrscheinlich wisst ihr das schon seit meinem Blogeintrag Querlesen. Daran hat sich bisher nichts geändert. Ich lese immer noch quer und parallel und springe nach wie vor von Buch zu Buch und lasse angefangene Bücher wochenlang liegen, weil es ja noch soviel Spannendes zu entdecken (sprich: zu lesen) gibt.

Zur Zeit stapeln sich bei mir folgende Werke:
> Emily Brontë: Wuthering Heights (beim 3. Kapitel)
> Cars1: By the Numbers (beim 4. Kapitel)
> P.C. Cast / Kristin Cast: House of Night Series Volume 6:  Tempted (noch unberührt)
> Cesca Marie: Dead on my Feet (im Endspurt)
> Stephan Doering / Heidi Möller: Batman und andere himmlische Kreaturen: Nochmal 30 Filmcharaktere und ihre psychischen Störungen (in der Hälfte)
> Don DeLillo: Cosmopolis (noch unberührt)
> feathersmmmm: Edward Wallbanger (mitten im 13. Kapitel)
> Ken Follett: Die Tore zur Welt (im ersten Sechstel oder so)
> hunterhunting: Clipped Wings and Inked Armor (irgendwo über der Hälfte)
> Jack Kerouac: On the Road (noch unberührt)
> Stieg Larsson: Verblendung (bald in der Hälfte)
> Guy de Maupassant: Bel Ami (noch unberührt)
> Victoria Michaels: Trust in Advertising (im Endspurt)
> Nilla79: Loner (beim 94. Kapitel)
> ocdmess: Hit By Destiny (im Endspurt)
> Kathy Reichs: Déja Dead (noch unberührt)
> Rachel Ward: Numbers (noch unberührt)
> WinndSinger: The Red Line (beim 11. Kapitel)

Hm. Vielleicht hab ich sogar ein paar vergessen. Und in meiner virtuellen Wunschliste stapeln sich bereits die nächsten Werke. Ich habe also noch einiges vor…