10 OST-Songs in 10 Wochen (IX) – Just Like Heaven (The Cure)

Wie in einem früheren Beitrag zu diesem OST-Songs-Blogstöckchen erwähnt, bin ich sehr kritisch, was romantische Liebeskomödien angeht. Einige aber mag ich. Und manche haben auch noch tolle Soundtracks.

In „Just Like Heaven“ (USA, 2005) mit Reese Whiterspoon und Mark Ruffalo ist ganz zu Beginn ein Cover (interpretiert von Katie Melua) zu hören:

 

Das Original ist – wie hoffentlich die meisten wissen – von The Cure (1987) und meiner Meinung nach immer noch ein kleines Meisterwerk der 80er:

12 Filme in 12 Wochen (V): Ein Film, den du immer und immer wieder gucken kannst

„You can’t ride two horses with one ass, sugarbean.“ (Earl Smooter)

Es gibt ein paar Filme, die einem einfach am Herzen liegen und man immer wieder angucken kann, wenn sie im TV kommen, obwohl man schon Textpassagen auswendig kennt. Bei mir gehört zum Beispiel „Zurück in die Zukunft“ dazu. Aber auch der hats mir irgendwie angetan:

Sweet Home Alabama (USA, 2002)

Melanie Carmichael (Reese Witherspoon) hat den Sprung aus einer Kleinstadt in Alabama nach New York geschafft. Sie ist erfolgreiche Designerin und mit Andrew (Patrick Dempsey), dem Sohn der Bürgermeisterin und begehrtesten Junggesellen von NewYork, liiert. Melanie nimmt überglücklich seinen Heiratsantrag an, verschweigt aber, dass sie von Gesetzes wegen noch mit ihrem Jugendfreund Jake (Josh Perry) verheiratet ist. Jake hat sich in all den Jahren geweigert, endlich in eine Scheidung einzuwilligen, also reist Mel zurück in ihre Heimatstadt, um die Sache endgültig zu regeln…

Generell mache ich mir nicht mehr besonders viel aus romantischen Komödien. Die meisten sind nett genug, um sie einmal am TV zu sehen, wenn sie grad kommen. Ins Kino muss man deswegen nicht unbedingt. Die meisten sind mir einfach zu kitschig, zu abgedroschen, zu vorhersehbar, um sie mehrmals geniessen zu können. „Sweet Home Alabama“ ist für mich eine Ausnahme; ich habe ihn damals im Kino gesehen und hab ihn sogar irgendwann mal letztes Jahr auf DVD besorgt. Warum genau, kann ich aber nicht sagen.

Ich mag die Schauspieler, ich mag die Story. Die Charaktere zeigen endlich mal etwas Tiefe in diesem Genre. Obwohl von den Kritikern als eben so eine vorhersehbare Romanze abgeschmettert, gibt der Film mir einfach ein gutes Gefühl. Und er hat weltweit in den Kinos immerhin über 180 Mio US-Dollar (Quelle: Box Office Mojo) eingespielt. Irgendwas muss da ja dran sein, oder?

„What do you want to be married to me for, anyhow?“ (young Melanie)
„So I can kiss you anytime I want.“ (young Jake)

Life is the most spectacular show on earth: Water For Elephants (USA, 2011)

You do right by me, I’ll show you a life most suckers can’t even dream of. (August)

Es ist ja nun doch schon ein Weilchen her, seit ich „Water for Elephants“ im Kino gesehen habe – kein Wunder, der Film startete schliesslich bereits vor über 5 Wochen…

Jacob Jankowski (Robert Pattinson) wollte doch nur endlich wieder einmal den Zirkus besuchen. Als er aber eintrifft, sind die Arbeiter bereits daran, das Zelt abzubauen. Im Gespräch mit dem Zirkusmanager erinnert sich Jacob in einer Rückblende an seine Zeit bei den Benzini Brothers.

Kurz vor seinen Abschlussprüfungen kommen die Eltern des Tiermedizin-Studenten Jacob 1931 bei einem Autounfall ums Leben. Jetzt steht Jacob nicht nur ohne Abschluss da, sondern mit Schulden aber ohne Obdach, denn das Haus seiner Eltern und die darin geführte Praxis seines Vaters wird von der Bank gepfändet. Jacob springt auf einen fahrenden Zug auf und landet beim Zirkus, dessen Artisten und Tiere ebenfalls unter der Grossen Depression leiden. Bald verliebt Jacob sich nicht nur in die Elefantendame Rosie (Tai the Elephant), sondern auch noch in die Dressur-Reiterin Marlena (Reese Witherspoon) – ausgerechnet die Ehefrau vom jähzornigen Zirkusdirektor August (Christoph Waltz), der kein Problem damit hat, lästige oder überflüssig gewordene Mitarbeiter aus dem fahrenden Zug werfen zu lassen.

 

Meine Meinung zum Film: Die Kritiker sind wie immer bitterböse: Der Film sei ein Titanic-Abklatsch für Teenies, der blasse Robert Pattinson könne nichts ausser schön aussehen, Reese Witherspoon habe die emotionale Bandbreite eines Teelöffels und Christoph Waltz mache nichts anderes als seine vorherigen Rollen in „Inglorious Basterds“ und „The Green Hornet“ wiederholen. Die Darsteller hätten keine Chemie untereinander; die einzige glaubwürdige Liebesgeschichte finde man zwischen Pattinson und Rosie. Die häufige Erwähnung von „abgelegten Fangzähnen“ und „Vampiren“ lässt aber ahnen, dass die meisten Kritiker weder das Buch gelesen haben noch andere Werke des Hauptdarstellers ausserhalb von Twilight kennen und lediglich ein bisschen auf dem It-Boy und den Oscar-Gewinnern rumhacken wollen.

Die Buchvorlage gehört – wie bereits hier berichtet – zu meinen absoluten Favoriten, dementsprechend gespannt war ich auf die Umsetzung. Allen Unkenrufen von wegen Fehlbesetzungen zum Trotz: Von allen Buchverfilmung gehört diese für mich eindeutig zu den besten. Wer das Buch liebt, wird den Film mögen und umgekehrt. Dass die Handlung für das Drehbuch verdichtet wurde und Figuren zusammengelegt, stört mich für einmal gar nicht. Und im Gegensatz zu Verfilmungen von „Harry Potter“ oder „Twilight“ kann man auch als Nicht-Leser und Nicht-Kenner des gleichnamigen Buches von Sara Gruen alles verstehen.

August lästert über die Ringling Brothers und die Perfektionierung der Unterhaltungsform: „Kein Sex, keine Gaunereien. Absolut kindertauglich.“ Das mag auch für den Film gelten, ihn aber deswegen gleich als „seelenlose Märchenwelt, entrückt von Magie und Monstrosität“ zu betiteln, ist dann doch etwas harsch. Ich hätte nichts gegen ein R-Rating gehabt, um auch die hässlichen Seiten der Depression und deren Auswirkungen auf die Geschichte zu zeigen, andererseits macht das PG-13-Rating den Film nicht unattraktiver. Für den einen oder anderen wird der Film hollywood-like die Ära ein bisschen romantisieren, aber die gezeigte  Tierquälerei ist eigentlich tragisch genug und es müssen auch nicht immer gleich alle nackt herumspringen, um Intimität oder Erotik zu zeigen (die Kuss-Szene des ersten Twilight-Films lässt grüssen).

Fazit: Tolle Schauspieler, ein toller Score, ein grandioses Bühnenbild und grossartige Kostüme. Der Film kommt fast gänzlich ohne CGI aus und die Darsteller machen ihre Stunts selbst. Man taucht sofort in die Welt der 30er Jahre ein und ergötzt sich an den Farben und der bunten Welt des Zirkus. Dramatische Momente und romantische Augenblicke halten sich die Waage; der Film wird niemals langweilig, ist mal nostalgisch, mal exotisch, mal traurig oder lustig. Was will man mehr?

You’re a beautiful woman, you deserve a beautiful life. (Jacob)

Cover oder Cover, das ist hier die Frage

Kaum habe ich eine Buch-Reihe entdeckt, wird sie meist kurz darauf verfilmt.

Der Vorteil: Die Bücher sind fortan auch in englischer Sprache in allen Läden zu finden, an prominenter Stelle ausgestellt und müssen nicht mehr extra bestellt werden. Der Nachteil: Es gibt kurz darauf Änderungen am Cover oder nur noch Movie Tie-Ins zu kaufen.

Ich hasse nichts mehr, als wenn Bücher einer Buchserie im Regal nicht zusammenpassen (ja, da bin ich ein bisschen komisch. Oder vielleicht auch nur kompliziert). Ausserdem will ich immer das originale Cover haben – egal, wie sehr ich den Film und die Schauspieler liebe. Heisst: Die Bücher müssen doch online bestellt und teilweise lange Lieferfristen in Kauf genommen werden.

Ein gutes Beispiel ist Stephenie Meyer’s Twilight Saga. Ich liebe die Buchcover der englischen Originale von atom:

Kaum hatte ich das erste Buch gelesen und das zweite Buch gekauft, war der Film und damit das Movie Tie-In auf dem Vormarsch. Sie orientierten sich – wie bei Movie Tie-Ins üblich – an den Filmpostern:

Dies kann für uns manchmal verwirrlich sein, weil nicht alle Länder dieselben Filmposter haben. In der Schweiz war ursprünglich nur das obere Cover erhältlich (welches auch für die deutschen Ausgaben verwendet wurde). Es gibt aber mittlerweile ein weiteres englisches Cover zur Auswahl:

Kurz darauf gab atom eine Special Edition mit rotgefärbten Kanten heraus. Da die Bücher dieser Ausgabe nicht nur halb so teuer sind, sondern auch echt gut aussehen, habe ich mir Eclipse tatsächlich mit roten Kanten zugelegt:

(Sehe ich im Regal sowieso nicht, weil ich so klein bin *lach*.)

Auch New Moon und Eclipse kamen kurz vor und nach der Filmpremiere mit neuen Covern auf den Markt. New Moon berücksichtigte dafür beim zweiten Druck sogar Team Jacob:

Und Eclipse stellte beim Nachdruck Team Bella zur Auswahl bereit:

Wenig später kam der nächste Clou von atom: Die White Cover Edition. Sehr edel und sophisticated: 

Interessanterweise wird die Twilight-Saga in zwei verschiedenen Verlagen gedruckt, so dass wir beim Bestellen der englischen Bücher zwischen US-Ausgaben und UK-Ausgaben auswählen können. Breaking Dawn gibt es deshalb in zwei verschiedenen Grössen. Der Unterschied: Die eine Ausgabe kostet 27.90 CH, die andere nur 21.90 CHF. Wer „mal eben schnell“ eine englische Ausgabe kaufen will, muss nicht erst nur entscheiden, welche er eigentlich will, sondern darf sich dann auch noch aufregen, dass gewisse Editionen gar nicht bei allen Buchläden und Online-Portalen erhältlich sind.

Da hat man es bei der Harry-Potter-Reihe direkt einfach: US-Ausgabe vs. UK-Ausgabe vs. Erwachsenen-Ausgabe. Nix mit Movie Tie-Ins. Und auch „normale“ Buchverfilmungen haben meist nur zwei Cover zur Auswahl (Original vs. Movie Tie-In) – ausser, die Amerikaner haben wieder mal das Gefühl, sie brauchen eine eigene US-Ausgabe, falls der Autor Engländer war und das Buch ursprünglich als UK-Ausgabe erschienen ist.

Die Ungerechtigkeit bei Büchern mit Filmcover: Movie Tie-Ins werden gleich beim Erstdruck in hoher Auflage auf den Markt geworfen und sind deswegen viel billiger. Dasselbe passiert jetzt bei „Water for Elephants“: Für das Originalcover habe ich noch 18.90 CHF bezahlt:

Das Movie Tie-In (ab März erhältlich) gibts bereits für 9.90 CHF zu haben:

Wen das Cover nicht stört, spart also nicht nur Umtriebe, sondern unter Umständen auch noch Geld. Glückselig sind die Umkomplizierten.

Kino-Kalender 2011

Das Kinojahr 2011 wird grossartig. Mein Kinoprogramm für dieses Jahr steht bereits seit ein paar Wochen. Änderungen vorbehalten.

ab 20. Januar: Black Swan mit Natalie Portman, Mila Kunis, Vincent Cassel, Winona Ryder

ab  3. Februar (wer ihn noch nicht wie ich im Originalton bereits im November in der Romandie gesehen hat): Welcome to the Rileys mit Kristen Stewart, Melissa Leo, James Gandolfini

ab 17. Februar: 127 Hours mit James Franco. Ein Film nach einer wahren Geschichte.

ab 28. April: Water For Elephants, die Verfilmung der berühmten Buchvorlage von Sara Gruen. Mit Reese Whiterspoon, Robert Pattinson, Christoph Waltz.

ab 29. Juni (mit Vorbehalt): Bel Ami, die Verfilmung der Buchvorlage von Guy de Maupassant. Mit Robert Pattinson, Christina Ricci, Uma Thurman, Kristin Scott Thomas.

ab 14. Juli: Harry Potter and the Deathly Hallows Part 2 mit Daniel Radcliffe, Emma Watson, Rupert Grint

ab 24. November: The Twilight Saga: Breaking Dawn Part 1 mit Robert Pattinson, Kristen Stewart, Taylor Lautner

noch ohne Kinostart: Girlfriend mit Evan Sneider, Shannon Woodward, Jackson Rathbone

Dann müssen natürlich noch die Filme aus 2010 auf DVD nachgeholt werden, zu denen ich nicht gekommen bin…

Buried mit Ryan Reynolds:

The Runaways mit Kristen Stewart und Dakota Fanning:

Tangled von Disney: